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Mitgründer der Fritz Keyl Schuhfabrik verabschiedet / Generationswechsel vollzogen / Am Standort festhalten

Eine Unternehmerpersönlichkeit geht in den Ruhestand

Deckbergen (who). Friedrich Meier, Mitgründer und langjähriger Gesellschafter der Schuhfabrik Fritz Keyl in Deckbergen, ist jetzt nach 44 Dienstjahren aus dem Unternehmen ausgeschieden. Der neue Alleingeschäftsführer Kurt Gottfried Herrmann und die gut 90-köpfige Belegschaft sowie ehemalige Mitarbeiter hatten sich zusammengefunden, um Friedrich Meier gemeinsam zu verabschieden.

veröffentlicht am 08.03.2007 um 00:00 Uhr

Nach 63 Berufsjahren passt Friedrich Meier (r.) eigentlich immer

Meier kann auf insgesamt 63 Berufsjahre in der Schuhindustrie zurückblicken, war als ein Mann der ersten Stunde maßgeblich am Aufbau des Unternehmens und dessen Marke "Meisi" beteiligt. Nach dem Tode des Hauptgesellschafters und Firmeninhabers Heinrich Siegmann im November 2006 ist mit dem Ausscheiden von Friedrich Meier und dem Eintritt von Kurt G. Herrmann der Generationswechsel in der Führung des mittelständischen Unternehmens abgeschlossen. "Das Unternehmen und seine Belegschaft haben Friedrich Meier viel zu verdanken. Sein Name steht für unsere Marke ,Meisi' und ist damit untrennbar mit dem Erfolg als Bequemschuh-Spezialist verbunden", erklärte Herrmann. Dieser habe es während seiner 44-jährigen Tätigkeit vor allem im kaufmännischen Bereich der Firma stets als Herausforderung und Lebensaufgabe betrachtet, "das Wohl des Unternehmens und seiner Mitarbeiter zu mehren". Das Rintelner Unternehmen werde sich weiterhin an dem wachsenden Wunsch der Kunden nach Bequemlichkeit, Passform und modischem Chic orientieren, "durch eine behutsame Verjüngung der Kollektion und durch neue modische Akzente", so Herrmann. Die Marke "Meisi" soll auch weiterhin für hohe Qualität stehen. Ebenso werde man der Unternehmensphilosophie der Gründer des mittelständischen Unternehmens treu bleiben: "Trotz Globalisierung am heimischen Standort festhalten und als eine der wenigen Schuhfabriken in Deutschland wesentliche Teile der Fertigung vor Ort durchzuführenals Garant für Lieferflexibilität, Qualität und Passform." Friedrich Meier, der in Fischbeck zu Hause ist, wird als Unternehmerpersönlichkeit von altem Schlag geschätzt, wie sie heute wohl nur noch selten zu finden sein wird. 1943 hat er sein Volontariat bei der Schuhfabrik Rinne in Hessisch Oldendorf angetreten. Nach Lehre und Tätigkeit als REFA-Fachmann, Kalkulator und Aufstieg zum stellvertretenden Betriebsleiter hat er die Firma Rinne 1962 verlassen und ist im Jahr darauf zusammen mit Heinrich Siegmann in die Schuhfabrik Fritz Keyl eingestiegen, in der beide mit Teilen ihrer Namen die Marke "Meisi" begründet haben. 1966 wurde Friedrich Meier als Komplementär der Firma deren technisch-kaufmännischer Betriebsleiter für Kalkulation, Personal und Organisation.

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