weather-image
20°
Sonntagsausflug: Von Bösingfeld zur Hohen Asch über dem Extertal / Aussichtsberg erster Güte

Eine Tour mit Raps, Rotoren und Rundblick

Was der Köterberg für den Lippischen Südosten darstellt, ist die Hohe Asch für den Nordosten des Lipperlandes: ein Aussichtsberg erster Güte. Zwar kann es die Hohe Asch mit ihren 371 Metern trotz ihres Namens höhenmäßig nicht mit dem südlichen Konkurrenten aufnehmen, im Gegensatz zu jenem hat diese jedoch einen Aussichtsturm aufzuweisen, der dem Wanderer das Panorama rund um die Windrose zeigt und den zudem auch noch Schwindelanfällige problemlos ersteigen können. Und hier wie dort kann der Berg auch mit dem Auto angefahren werden.

veröffentlicht am 30.05.2009 um 06:25 Uhr

Bei dieser Wanderung kommt man ganz schön ins Schwitzen.

Autor:

Ingeborg Müller

Unverwechselbare Silhouette

Interessant macht diesen Berg mit der unverwechselbaren Silhouette – unbewaldeter Westteil, Hochwald im Osten – nicht zuletzt sein Name, der offiziell auf Wanderkarten und Straßenbezeichnungen als die Hohe Asch bezeichnet wird. Stutzig wird der Wanderer allerdings, wenn er die erste Zeile eines Gedichts liest, das ihn auf einer Tafel am Turm anspricht. Es beginnt so: „Wer den Hohen Asch erstiegen und ins tiefe Tal geschaut ...“ Damit bleibt die Frage, ob der Höhenzug nun männlich oder weiblich dekliniert werden muss, weiterhin ungelöst.

Ausgangspunkt für die Wanderung um und über die Hohe Asch ist Bösingfeld, der zentrale Ort der Gemeinde Extertal. Dorthin fahren die Buslinien 34 Hameln – Bösingfeld des Nahverkehrs Hameln-Pyrmont und 834 der Verkehrsbetriebe Extertal GmbH (VBE). Autofahrer nutzen die großzügigen Parkmöglichkeiten beim Freibad Extertal mit seinem solarbeheizten Quellwasser. Um dorthin zu gelangen, überqueren sie, von Osten über Hameln, Groß Berkel und Grupenhagen kommend, in Bösingfeld den Kreisel und biegen danach in die Hackemackstraße nach links ein. Von ihr biegt nach rechts die Zufahrtsstraße zum Freibad ab. Dort gibt es eine Wandertafel über das Wandergebiet Hohe Asch.

Gegenüber vom Freibad liegt ein Tennisplatz mit einer eigenen Zufahrt. Rechts davon beginnt unser Wanderweg, auf dem wir rasch an Höhe gewinnen. Er ist gleichermaßen vom Bewuchs am Wegesrand wie von der Aussicht her ein besonders schöner Einstieg in unsere Rundwanderung. Eine ganze Reihe von Fernwanderzeichen begleitet uns. Nach reichlich zwei Kilometer Anstieg stoßen wir auf einen Querweg und folgen den Wegweisern nach Hummerbruch und zur Hohen Asch nach links. Am Waldrand und im Wald steigen wir zunächst noch weiter an. Weit können wir jetzt nach Norden schauen bis zu den hoch gelegenen, zum Teil noch zu Niedersachsen gehörenden Orten des Lippischen Berglandes wie Goldbeck und Schevelstein.

Raps und Rotoren bestimmen auf der Hohen Asch das Bild.
  • Raps und Rotoren bestimmen auf der Hohen Asch das Bild.
Liebevoll gestaltet ist der Wegweiser auf der Hohen Asch.
  • Liebevoll gestaltet ist der Wegweiser auf der Hohen Asch.
Will erobert werden: Turm auf der Hohen Asch.
  • Will erobert werden: Turm auf der Hohen Asch.
270_008_4110761_frei100_30.jpg
Raps und Rotoren bestimmen auf der Hohen Asch das Bild.
Liebevoll gestaltet ist der Wegweiser auf der Hohen Asch.
Will erobert werden: Turm auf der Hohen Asch.
270_008_4110761_frei100_30.jpg

Wir erreichen den Ort Hummerbruch

Schließlich erreichen wir den Ort Hummerbruch bei der von Bösingfeld nach Alverdissen führenden Fahrstraße und wandern auf dem begleitenden Fußweg nach links dorfeinwärts. Bei einer Bushaltestelle biegen wir nach rechts in die Lütkenbergstraße ein, wo wir uns über die zum Teil von hohen Bäumen umgebenen Gehöfte, aber auch über gepflegte Neubauten freuen. Beim letzten Grundstück mit der Hausnummer 16 weist uns eine Vielzahl von Wanderzeichen am Ende einer Hecke nach links, und wir gehen unter knorrigen Eichen und Espen an einem Bächlein entlang.

Es ist der junge Hummerbach, aus dem jene Humme wird, die das nach ihr benannte Tal durchfließt und schließlich bei Hameln in die Weser mündet. Vorbei am Grundstück mit der Nummer 17 steigen wir am Waldrand an, vorbei an einer Bank und wieder geleitet von mehreren Markierungen, die auf die Beliebtheit unseres Wanderziels schließen lassen. Vor einer Wiese werden wir nach links gewiesen und gehen auf zwei Windkraftanlagen zu.

Die Straße bringt uns zur Hohen Asch

Zwischen Wald und Feld wandern wir auf der nach rechts abzweigenden Straße Hohe Asch, die uns zum Aussichtsturm bringt. Großartig ist von oben der Blick auf die Kette der Weserberge bis zur Porta Westfalica und zum Teutoburger Wald – aber auch zum Riepen bei Hameln.

Zum Abstieg wandern wir zunächst über die bewaldete Bergkuppe und folgen dann der Markierung 10 auf ein Teilstück des Bösingfelder Rundweges nach links. Vom Waldrand aus haben wir wieder einen besonders schönen Blick, den wir von einer Bank aus genießen können, ehe wir nach links auf einen zwischen Hecken verlaufenden und etwas ungewöhnlichen Wiesenweg geleitet werden. Auf ihm erreichen wir den jenseitigen Waldrand und gehen an ihm entlang, bis wir in den Wald geführt werden und bequem weiter absteigen. Dabei überqueren wir eine kleine Schlucht mit einem Bächlein auf einer Holzbrücke und bewundern die einem verdienten Forstmann gewidmete Stollmann-Eiche. Nahezu eben erreichen wir dann bei einem Wanderparkplatz den Ort Bösingfeld auf der Waldstraße. Von ihr biegen wir nach links in die verkehrsberuhigte Schulstraße ein und durchqueren den Ort bis zur Grundschule, um von dort auf der Weidenstraße wieder das Freibad zu erreichen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare