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Am Dienstagabend: Kontroverse Diskussionüber weitere Verkehrsberuhigung

Eine Totalsperrung deröstlichen Altstadt will im Ortsrat niemand

Rinteln (wm). Die Sperrung des Exter Weges, radikalste Lösung zur Verkehrsberuhigung des östlichen Altstadtquartiers, das wollen zum jetzigen Zeitpunkt weder SPD, noch CDU und WGS - so Tenor der fast einstündigen Diskussion zur Verkehrssituation in der Altstadt am Dienstagabend im Ortsrat. Zur Urbanität einer Stadt gehörten nun einmal auch Handel und Wandel und damit ein Mindestmaß an Verkehr, betonte Günther Maack (CDU).

veröffentlicht am 27.04.2006 um 00:00 Uhr

In der Schulstraße sind in den letzten Tagen Poller aufgestellt

Einigkeit herrschte allerdings auch darüber, dass die Verkehrsregelung nicht so bleiben kann wie sie ist, weil Anwohner zu recht über die hohe Verkehrsbelastung klagen. Deshalb sollte man es mit kleinen Lösungen versuchen, so Beschluss des Ortsrates, wozu Günther Maack wie Gert-Armin Neuhäuser (WGS) konkrete Vorschläge machten. Diese Modelle, so der Ortsrat, sollten jetzt mit den Anwohnern diskutiert werden. Maack empfahl unter anderem durch Änderung bei den Vorfahrtsregelungen, Parkbuchten und weiteren verkehrsberuhigte Zonen (wir berichteten) die Durchfahrt durch die Alstadt unattraktiver zu machen. Neuhäuser sprach sichfür eine verkehrsberuhigte Zone im Dingelstedtwall mit Pflanzbeeten, Fahrbahnverschwenkung und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern aus. Vor der Treppe zur Grundschule Süd sollte ein Fußgängerüberweg eingerichtet werden. Erster Stadtrat Jörg Schröder verwies darauf, dass sich die Verkehrszahlen im Dingelstedtwall seit 2002 mit rund 1300 Fahrzeugen in 24 Stunden kaum geändert hätten. Neuhäuser hielt dem entgegen, bei 100 Haushalten könnte das kaum ein "Ziel- und Quellverkehr" sein, für diesen Straßenzug seien 1000 Fahrzeuge einfach zu viel. Günther Maack appellierte, das Problem müsse bereits an der Einmündung Mühlenstraße gelöst werden, man brauche ein Gesamtkonzept, es sei ein falscher Ansatz, eine einzelne Straße "herauszunehmen", es gehe nicht darum, dass sich "der Verkehr der drin ist, anders verteilt, sondern darum, dass weniger reinfahren." Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz verwies gestern in einem Telefongespräch darauf, erste Schritte seien bereits unternommen worden. So habe man in Abstimmung mit den Eltern an der Grundschule Süd Poller aufgestellt, in der Bäckerstraße mit Anwohnern über Aufpflasterungen diskutiert.

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