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Lingens wechselvolle Geschichte

Eine Stadt, die viel zu erzählen hat

Lingen. Weit reicht das Auge über leuchtende Felder, blühende Wiesen und malerische Flussauen. Hier und da huscht ein kleines Tier über den Weg, ein Hase oder ein Eichhörnchen. Schnaubend trabt der Rappe durchs Grün des Emslandes. Ob er sich hier wohlfühlt? Und wie! Denn die Deutsche Reiterliche Vereinigung, der weltgrößte Bundesverband für Pferdesport, zeichnete Lingen 2002 als „Pferdefreundliche Gemeinde“ aus. Der Lingener Wald lässt sich hier auf insgesamt 17 Kilometern ausgeschilderten Reitwanderwegen entdecken – für erfahrene Reiter ebenso wie für ungeübte. Die Lingener Reitwege gehören zu den Emsland-Reitwegen, einem fast 1 100 Kilometer langen, gut gekennzeichneten und vernetzten Reit-Wegesystem quer durch das Emsland.

veröffentlicht am 27.06.2009 um 17:20 Uhr

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Ein Viertel des Stadtgebietes ist bewaldet

Lingen ist eine Stadt im Grünen und verfügt in jeder Beziehung über sehr gute Verkehrsanbindungen. Ein Viertel des Stadtgebietes ist bewaldet, nur 12 Prozent der Fläche sind bebaut. Von Alltagsstress ist man rund um Lingen weit entfernt. Aber auch mitten in der „guten Stube“, auf dem Marktplatz der rund 51 000 Einwohner zählenden Stadt im Westen Niedersachsens, ist von Hektik wenig zu spüren. Das historische Rathaus von 1555 mit seinem Treppengiebel von 1663 gilt als Wahrzeichen Lingens. Die Gebäude rund um den Universitätsplatz aus dem 17. Jahrhundert gehören zu den Schmuckstücken der Gemeinde. Überhaupt liegt eine wechselvolle Geschichte hinter der Stadt, die in niederländischem Besitz eine Blütezeit erlebt.

Erstmals im Jahr 975 urkundlich erwähnt

Liinga heißt die Stadt im Jahr 975 – als sie erstmals in einer Urkunde namentlich erwähnt wird. Verändert hat sich der Name seitdem nicht mehr. Aber das Stadtbild: Wo heute das Zentrum liegt, errichteten einst die Grafen von Tecklenburg eine Burg, um die herum bald eine Siedlung entstand. Im frühen 14. Jahrhundert erhielt sie die Stadtrechte. Lingen wurde 1551 Besitz Kaiser Karls V. und wechselte fortan häufig den Besitzer. Abwechselnd eroberten Spanien unter Philipp II. und die Niederlande unter Wilhelm von Oranien die strategisch wichtige Stadt an der Ems. Der Westfälische Friede von 1648 ordnete Lingen endgültig Overijssel zu und damit den Niederlanden. 1607 wurde die Burg zerstört und 1632 die Befestigungen geschleift. Wer heute entlang der Stadtpromenade spazieren geht, kann den Verlauf der ehemaligen Festungsgrenzen nachvollziehen.

Lingen bietet zahlreiche Möglichkeiten für einen Aktivurlaub – ob mit dem Kanu oder dem Fahrrad. Mehr Informationen zur Radtour durch das südliche Emsland oder zur Kanutour auf der Ems sind beim Lingen Wirtschaft & Tourismus e.V., Tel. 05 91/91 44-147, E-Mail: info@lwt-lingen.de und im Internet unter www.lwt-lingen.de erhältlich.



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