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Wandelhalle zeigt die Ausstellung "Auf der Suche" / Künstler aus Hameln, Hess. Oldendorf und Rinteln

Eine so umfangreiche Kunstschau gab's noch nie

Bad Eilsen (sig). Drei heimische Künstler sorgten für eine der umfangreichsten Ausstellungen, die in der Wandelhalle des "Fürstenhofes" je eröffnet wurden. Bärbel Hohl aus Hameln und Helmut Link aus Rinteln zeigen die große Bandbreite ihrer Malkunst, und Elke Schwerdtfeger aus Hess. Oldendorf steuert Skulpturen aus Ton bei.

veröffentlicht am 18.06.2008 um 00:00 Uhr

Haare ohne Ende, die im Wind flattern. Bärbel Hohl gestaltete di

Der musikalische Auftakt war virtuos: Pianist Sebastian Iseringhausen gab eine ungewöhnliche Zusammenarbeit kund. Er hatte mit Link vor dieser Ausstellung vereinbart, dass dieser die impressionistische Tonsprache von Claude Debussy in Bilder umsetzt. In diesem Fall ging es um ein Prélude des Meisters, das lseringhausen auf beeindruckende Weise zu Gehör brachte. Link schuf dafür vier Bilder, die Bewegungsabläufe der Töne wiedergeben. Es folgten Improvisationen von Tillmann und Lukas Link (Klavier und Saxophon). Beide sind Enkel des Rintelners. Elke Unland, Verwaltungschefin des Rehazentrums, stellte das Künstlertrio vor. Bärbel Hohl zeigt, dass sie eine Vorliebe für ausdruckstarke Frauenköpfe und Landschaften besitzt. Wenn sie sich Blumen zuwendet, dann weniger in der Form von Stillleben, sondern in sehr dichter Farbgebung und mit sich auflösenden Umrissen oder Flächen. Nicht zu leugnen ist ein Faible für Abstraktes. Über eine große Bandbreite verfügt auch Link, der sowohl mit Stift und Feder als auch mit Aquarell- und Acrylfarben arbeitet und experimentiert. Auf der einen Seite malt er Motive, die Zurückgezogenheit symbolisieren. Zum Beispiel eine fernab liegende Hütte, die im Schnee versinkt, und einen Bach, der in Eiseskälte erstarrt ist. Auf der anderen Seite gestaltet Link in frühlingsfarbener Landschaft einen Bachlauf, der in der Ferne zerfließt und in einer Waldzone entschwindet, oder eine Sonnenblume mit unscharfen Umrissen. An zentraler Stelle in der Wandelhalle hängen große und sehr dekorative abstrakte Motive. Bei einem Bild gewinnt man den Eindruck, dass sich ein gewundener Baum oben in flatternde Einzelteile auflöst. Dann entdeckt man viele bunte Rechtecke, die ineinander verwoben sind. Auch diese Bilder sind ein beeindruckender Raumschmuck. Die Kreationen von Elke Schwerdtfeger sind in Vitrinen verschlossen. Sie bevorzugt den Werkstoff Ton, mit dem sie in Dänemark näher vertraut wurde. Zunächst befasste sich mit dem Formen von Gefäßen aller Art, wie Krügen, Schalen und Kannen. Später folgte sie eigenen Intensionen, gestaltete kleine Figuren, menschliche Torsos und anderes mehr. Immer mehr entdeckte Schwerdtfeger, dass Ton nicht nur ein Material ist, um existierende Formen und Gegenstände wiederzugeben. Inzwischen drückt sie Stimmungen und Gefühle damit aus. Ein von einer Kette gefangenes Herz macht das deutlich. Mit Stelen, an denen sich runde Stahlscheiben befinden, gibt sie dem Betrachter, offensichtlich gewollt, Rätsel auf.



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