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Stadt beantragt Fördergeld / Bauamtsleiter: Zukunft "völlig offen"

Eine Million für das Kurhaus?

Bad Nenndorf (fox). Das Kurhaus ist nicht nur Simone Strohmeier vom Celler Planungsbüro "Infraplan" ein Dorn im Auge, sondern auch der Verwaltung. Bereits in der so genannten Zielplanung ist der Bau rot als "Problemzone" dargestellt, ein zentraler Platz könnte dort entstehen. Die Stadt will jetzt Nägel mit Köpfen machen und möchte im kommenden Jahr aus dem Förderprogramm vonLand und Bund "Aktive Stadt und Ortsteilzentren" eine Million Euro abrufen, um das Erbbaurecht zurück zu erwerben.

veröffentlicht am 20.05.2008 um 00:00 Uhr

Ob dieser Rückkauf überhaupt förderfähig ist, wird derzeit geprüft. Die Zeit drängt. Denn bereits zum 1. Juni dieses Jahres muss die Stadt die Förderanträge für das Programmjahr 2009 abgeben. Deshalb hat der Bauausschuss am Mittwoch im Galopp einstimmig an den Verwaltungsausschuss empfohlen, insgesamt 1,5 Millionen Euro Förderung für 2009 zu beantragen. Diese Summe teilt sich auf in eine Machbarkeitsstudie für das Kurhaus (10 000 Euro), den Rückerwerb des Erbbaurechts (1 000 000 Euro), die Umgestaltung der Kurpromenade (450 000 Euro), begleitende Beratungsleistungen (10 000) Euro. Weitere 30 000 Euro sollen an die treuhänderische Beratung durch die Bremer "BauBeCon" fließen. Bereits für 2008 hatte die Stadt Förderungen für Projekte für insgesamt 4,55 Millionen Euro beantragt. Wie im Bauausschuss deutlich wurde, müssen Sanierungsprojekte, die im Bewilligungsrahmen enthalten sind, für das nächste Projektjahr nicht erneut angemeldet werden. Die Stadt muss festlegen, welches Maßnahmenbündel mit dem zu erwartenden Förderbetrag 2008 zu finanzieren ist und darauf aufbauend die Mittelbelegung für 2009 vornehmen. Bereits angemeldete Projekte verfallen nicht und müssen daher nicht erneut angemeldet werden. Wann und ob die Maßnahmen umgesetzt werden, ist Entscheidung der Kommune. Die einzelnen Projekte müssen nur innerhalb eines Sanierungsgebietes liegen und förderfähig sein. Dieses Gebiet muss die Stadt erst noch festsetzen. Was letztlich aus dem Kurhaus wird, ist nach Auskunft von Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen noch "völlig offen".

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