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400 Busse müssen erst einmal gesteuert werden / Schlangen im Schloss

Eine logistische Herausforderung

Bückeburg (jp). Riesenandrang: Auch in seinem siebten Jahr zieht der Weihnachtszauber die Menschen aus ganz Deutschland und zum Teil dem angrenzenden Europa an. Rund 50 000 Menschen haben die Großveranstaltung 2007 besucht, 2008 gehen die Veranstalter von mindestens der gleichen Anzahl aus. Und allein der Ansturm an den ersten drei Veranstaltungstagen bestätigte diese Erwartungen in vollem Umfang.

veröffentlicht am 01.12.2008 um 00:00 Uhr

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Dies schlägt sich bereits deutlich in der Zahl der Reisebusse nieder. 2007 steuerten 260 Busse den Weihnachtszauber an. "Und in diesem Jahr sind es über 400 Busse", berichtet Schlossverwalter Alexander Perl. "Wir haben die Zahl auf 40 Busse pro Tag begrenzt, und diesen Kontingent ist an nahezu allen Tagenerreicht." Da bedarf es einer ausgeklügelten Logistik, um solche Karawanen nebst den Aberhunderten von Besuchern, die im eigenen Auto anreisen, in geeignete Bahnen zu lenken. "Wir dirigieren die Reisebusse direkt zum Schlossparkplatz, wo die Passagiere aussteigen können", so Alexander Perl. Von dort fahren sie zum Neumarktplatz, um ihre Parkposition einzunehmen. Ab 15.30 transportiert dann ein Shuttle-Service die Touristen vom Schloss zum Neumarktplatz, wo sie ihre Busse wieder besteigen können. "Wir können die Busse abends nicht zum Schloss fahren lassen, um ihre Passagiere einzusammeln, dazu sind es viel zu viele, und das gäbe ein Chaos." Bewährt hat sich laut Alexander Perl, die Busreiseunternehmer rechtzeitig anzuschreiben und zu informieren: "Über 95 Prozent haben sich bei uns angemeldet und können daher durch dieses System gesteuert werden." Wer mit dem eigenen Auto anreist, ist am besten mit einem der Großparkplätze beraten. Von dort fährt regelmäßig ein Bus-Shuttle bis zur Volksbank am Marktplatz. Dabei bewegt Perl vor allem eine Sorge: "Wir hoffen sehr, dass der Großparkplatz hält und nicht durch den Regen absäuft." Aber auch auf dem Schlossgelände selbst bedarf es bisweilen einer gezielten Besuchersteuerung: Ist der Andrang im Schloss zu groß, werden die Besucher nur noch abschnittweise hineingelassen. "Das Nadelöhr dabei ist die Tür im Goldenen Saal, da müssen alle durch", so Alexander Perl. Vor dem Schlossportal ist dann Schlangestehen angesagt. Bei Regen bedarf es selbst für die Schirme der Weihnachtszaubergäste einer eigenen Logistik: "Die müssen draußen abgegeben und aufbewahrt werden, sonst wird das Schloss geflutet."



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