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Leser verärgert über Fahrverbot, Aufpreise beim Mittagstisch und neue Betrugsmasche

Eine Lösung für die Kutsche muss her

Rinteln (ur). Als "reinen Populismus" kritisiert Altbürgermeister Fred Hoppe den Vorschlag, die Beleuchtung der Innenstadt für fünf Minuten abzustellen, um damit für den Klimaschutz zu werben. "Tatsächlich erreichen könnten Ratsfrau Helmhold oder Ratsherr Neuhäuser etwas, wenn sie sich dafür einsetzen, in der Adventszeit die Festbeleuchtung in der Innenstadt erst eine Stunde später einzuschalten: um 6 Uhr bekommt das doch niemand mit! " Damit könne man auf 30 Tage gesehen erhebliche Mengen an Energie und Kosten sparen.

veröffentlicht am 05.12.2007 um 00:00 Uhr

Mangelnde Preisklarheit bemängelt Anita Becker bei einer Rintelner Schlachterei mit Mittagstisch-Angeboten. "Da habe ich neulich ein Angebot für 4,90 Euro gekauft und musste dann noch 25 Cent für die Schale bezahlen - das müsste ja wohl über die Kalkulation eingerechnet werden!" Außerdem würde alles "zusammengeklatscht" sein - also Fleisch, Gemüse und Kartoffeln. "Bei anderen Schlachtern gibt es extra dreigeteilte Einwegteller für die Mikrowelle ohne Zuzahlung!" "Zu gemäßigt" fand Walfried Feistkorn unseren Kommentar zum Kutschenverbot in der Innenstadt: "Eine Politik, die Millionen in die Erlebniswelt Renaissance verbuttert hat, sollte doch ganz ohne Aufforderung in der Lage sein, so eine Initiative wie die vom Heimatbund wenigstens soweit zu fördern, dass die Kutsche durch die Gummibereifung ins Laufen kommt, wenn man schon solche Einschränkungen durchsetzt. Früher hätte man solche Stadtväter dafür vielleicht an den Pranger gestellt!" Verblüfft über das Kutschenverbot zeigte sich als ehemaliger Landwirt auch Fritz Kretzer aus Exten: "Dann müsste die Stadt eigentlich am Ortseingang auch Verbotsschilder anbringen, falls mal jemand anderes auf die Idee kommt, mit der Kutsche nach Rinteln zu fahren." Im übrigen könne man ja "die Zahl der Honoratioren beschränken", die auf der Kutsche mitfahren dürfen und dadurch das Gesamtgewicht begrenzen. Angesichts der aktuellen und umstrittenen Strompreiserhöhungen hält es Robert Laack von der Initiative "Energiepreise runter" in Hess. Oldendorf für sehr fragwürdig, dass MdB Sebastian Edathy als Volksvertreter "mit den Abzockern von EON gemeinsame Sache macht", wenn er mit den Managern kritiklos gemeinsam auftrete. Ein Lob an die Politik möchte Karl-Heinz Heisterhagen aus Schaumburg loswerden: "Unser Ortsrat und auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz haben sich intensiv dafür eingesetzt, eine vernünftige Bushaltestelle mit Unterstand bei uns zu schaffen und jetzt endlich wurde dieses Anliegen vieler Einwohner verwirklicht!" Dieter Mahr warnt vor einem sehr kostspieligen Kleinbetrug, der offenbar vor allemüber die Parkplätze von Supermärkten eingefädelt wird. "Unter dem Scheibenwischer meines zehn Jahre alten BMW fand ich eine scheinbar handgeschriebene Notiz: Bin an dem Kauf Ihres Autos interessiert. Es folgte dann eine ganz normale Handy-Nummer." Er habe dann dort aus Neugier angerufen, um herauszubekommen, was der Unbekannte denn wohl zahlen wolle. "Da lief dann ein Anrufbeantworter mit dem Hinweis, man möge es bitte unter einer anderen Nummer versuchen". Und diese Nummer muss es wohl in sich gehabt haben, denn auf der nächsten Telefonrechnung schlug das kurze Gespräch mit rund zwölf Euro zu Buche. "Dabei hat man sich als Vermittlungsagentur gemeldet und nur Angaben zu meinem PKW erbeten, mit Nachfragen zu Ausstattung, Alter, Unfällen und Vorbesitzern. Dann wollte man noch im Auftrag des eigentlichen Interessenten wissen, wann ich wie telefonisch erreichbar sei - offenbar um das Gespräch in die Länge zu ziehen." Natürlich hat nie jemand zurückgerufen - und der Zettel war zwar handschriftlich gestaltet, aber offensichtlich gedruckt: "Das habe ich aber erst später bemerkt!". Nicht nachvollziehen kann Lisa Büther die Kritik in Leserbriefen zum Steinanger am dortigen Reitstall: "Rinteln ist nun mal eine Kleinstadt mit teilweise ländlichem Charakter - da gehört ein Pferdestall selbstverständlich dazu!" "Eine richtig nette Stunde habe ich gestern in Rinteln gehabt", freut sich Fatma Gellermann aus Auetal. Gemeinsam mit ihrer sechsjährigen Tochter Eva bummelte sie durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt und suchte mit ihr die in den verschiedenen Schaufenstern versteckten Zahlen des Adventskalenders: "Das war gar nicht so einfach, aber hat doch mächtig Spaß gemacht - schönen Dank für die nette Spielidee der Geschäftsleute!" Ausgerechnet Inhaber eines gastronomischen Betriebes in Rinteln beschweren sich darüber, dass das Rauchverbot offenbar in keiner Weise kontrolliert wird. "Wir, die wir uns gesetzestreu verhalten und unsere Gäste an die geltende Regelung erinnern, haben den Ärger - und andere Wirtschaften etwa am Markt stellen sogar noch überall Aschenbecher in der Gaststube hin, besorgen den Gästen am Automaten Zigaretten und niemand von der Stadtverwaltung interessiert sich dafür!"



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