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Klatschmohn – wilde Pracht im gepflegten Garten

Eine Klasse für sich

Mohn gehört in jeden Garten. Während der Orientalische Mohn (Papaver orientale) als wiederkehrende und winterharte Staudenpflanze einen festen Bereich im Ziergarten einnehmen sollte und zum Beispiel zusammen mit blauem Rittersporn (Delphinium) und lilafarbenen Lupinen (Lupinus), die beide etwa zur selben Zeit blühen, ein sehr hübsches Trio bildet, müssen sich die meisten anderen Mohnarten auf ihre Rückkehr durch Versamung verlassen. Ein Problem ist das nicht. Tausende Körnchen befinden sich in nur einer einzigen Kapsel, und es werden sehr viele Kapseln gebildet – nach jeder Blüte eine. Der Goldmohn (Eschscholzia californica) sät sich so vehement aus, dass er bisweilen sogar überhandnehmen kann. Mit dem Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas) verhält es sich genauso: Er ist ein ständiger Begleiter in den Gärten, und auch wenn seine brave Selbstaussaat in der Tat einer Okkupierung von Teilflächen gleichkommen kann, weiß er doch mit unglaublichem Charme die Hummeln, Bienen und Menschen zu betören. Die einzelne Blüte hält nicht lange, an regnerischen Tagen kaum länger als 24 Stunden, aber es mangelt nicht an ihrer Zahl: An jedem neuen Morgen entfaltet sich frische Schönheit mit seidenartigen Blütenblättern in Feuerrot.

veröffentlicht am 03.06.2016 um 14:38 Uhr

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Autor:

Jens F. Meyer

Rot ist die vorherrschende Farbe des (wilden) Klatschmohns. Es gibt aber auch andersfarbige Zuchtsorten. Bestehen mehrere verschiedene Sorten in Koexistenz im Garten, kommt es zur Vermischung der Eigenschaften – und aus den Samen erwachsen im Frühling des nächsten Jahres Variationen in neuem Kleid. Chromosomenzahl, Inhaltsstoffe und Giftigkeit – alles viel zu wissenschaftlich. Den Klatschmohn muss man einfach nur genießen, denn er ist eine Klasse für sich!



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