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Über 100 Spielerinnen und Spieler fordern den Erhalt der Jugendspielgemeinschaft

"Eine JSG sind WIR!" - Jugendliche der JSG Nordschaumburg demonstrieren

Handball (hga). Mit einer in dieser Form bislang einmaligen Aktion hat der Handball-Nachwuchs der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Nordschaumburg auf sich aufmerksam gemacht. 100 Spielerinnen und Spieler aller Altersklassen versammelten sich hinter einem riesigen, selbst gemachten Plakat mit der Aufschrift: "Eine JSG sind WIR".

veröffentlicht am 29.03.2008 um 00:00 Uhr

"Bei dem ganzen Kuddelmuddel zwischen der HSG Schaumburg Nord und der SG Hohnhorst-Haste wollten wir für die Kinder ein Zeichen setzen", erklärte Holger Breves, 2. Vorsitzender der JSG. Auslöser waren Auseinandersetzungen zwischen HSG und SG, an deren Ende die Befürchtungen standen, die JSG würde nach sechs Jahren Bestand auseinandergerissen werden. So organisierten neben Breves der JSG-Jugendwart Jörg Meyer und Ralf Gebken, JSG-Schriftwart zusammen mit den Eltern diese ungewöhnliche Meinungs- und Wunschübermittlung an die Vorstände der beiden Vereine. Ziel sei es, die JSG in ihrer jetzigen Form zu erhalten, so Breves. Angesprochen werden sollten neben HSG und SG alle in der Samtgemeinde Bad Nenndorf, die an der JSG ein Interesse hätten. "Wir ergreifen für keinen Verein Partei", stellte Breves dabei deutlich heraus. Die JSG ist in den vergangenen sechs Jahren über alle Vereinsgrenzen hinweg zusammen gewachsen, demonstrierte im Seniorenbereich fehlenden Zusammenhalt. Stellvertretend für die vielen Kinder und Jugendlichen machten Miriam Röbbecke und Maximilian Dohmeier, beide bei den A-Junioren der JSG aktiv, ihren Sorgen und Befürchtungen Luft. "Ich finde es kindisch, so etwas aufzubauen und es dann wieder kaputt zumachen", befand Dohmeier. "Dann hätten sie es gleich lassen sollen", schob Röbbecke nach. Für dieZukunft äußerten beide einen klaren Wunsch: "Sie sollten sich einigen und an die Kinder denken." Bei den so angesprochenen Vereinsverantwortlichen hinterließ die Aktion den gewünschten Eindruck. Sowohl HSG-Vorsitzender Jörg Hasselbring als auch Gerd-Wilhelm Gerland von der SG zeigten sich über den Zusammenhalt des Nachwuchses erfreut. "Wir möchten die JSG auch weiter führen, können aber bestimmte finanzielle Zusagen nicht mehr machen", erklärte Gerland. Darüber müsse die SG mit der JSG reden, setzte Gerland hinzu. Hasselbring als auch Gerland bestätigten gegenüber unserer Zeitung, dass entgegen vieler Gerüchte aus uninformierten Kreisen HSG und SG selbstverständlich den Willen hätten, die JSG zu erhalten. Gespräche seien bereits terminiert, teilten beide mit. "Ich sehe keinen Sinn darin, dass unsere Vereine in der Jugendarbeit nicht zusammen arbeiten", sagte Hasselbring. "Wir sind bereit, auf die anderen zuzugehen, man wird sehen, ob sich alle bewegen", gab Gerland zu Protokoll.



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