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Senior-Schläger-Haus hat vielfältige Angebote / Auch Arzt steht zur Verfügung

Eine Herberge für Menschen ohne Dach über dem Kopf

Hameln (sto). Ein Dach über dem Kopf, eine warme Stube, genug zu essen und Geselligkeit – eigentlich elementare Dinge, und doch nicht immer selbstverständlich. Viele Menschen müssen auf der Straße leben oder sind bedroht von Wohnungslosigkeit. „In unserer Stadt soll das anders wer-den. Dafür werden wir uns einsetzen. In Hameln soll niemand erfrieren“, betont Hans Jürgen Krauß, der Vorsitzende des Senior-Schläger-Haus-Vereins, dem Träger der vor einigen Wochen bezogenen Anlaufstelle für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie für durchreisende Wohnungslose.

veröffentlicht am 18.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 21.12.2009 um 11:22 Uhr

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Das neue Domizil am Ostertorwall – im Senior-Schläger-Haus finden Obdachlose Hilfe.

Foto: Wal

Vor einigen Tagen wurde das „Senior-Schläger-Haus“ im Ostertorwall 22/Ecke Mühlenstraße offiziell eingeweiht. Das Besondere an dem Haus: Viele Angebote für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit Bedrohte sind vereint unter einem Dach. „In unserer Stadt gibt es für diese Menschen jetzt eine Herberge zum Übernachten, zum Frühstücken in kalten Wintermonaten, zum Aufwärmen, für Beratungsgespräche, Geselligkeit und sogar für die Inanspruchnahme ärztlicher Untersuchungen einmal wöchentlich“, fasst Pastor Martin Hoffmann vom „Runden Tisch Obdachlosigkeit“ zusammen. Das Angebot im Senior-Schläger-Haus ist ein Gemeinschaftsprojekt des Trägervereins, des Runden Tisches Obdachlosigkeit, aller Hamelner Kirchengemeinden und Kirchengemeinden aus dem Bereich Bad Münder, der Diakonischen Werke Hannover sowie des Landkreises Hameln-Pyrmont.

Eingerichtet im unteren Bereich des Schläger-Hauses ist ein Tagestreff, in dem die erste Kontaktaufnahme stattfindet, Wohnungslose sich aufwärmen, duschen und Gespräche mit kompetenten Bezugspersonen, nämlich Annika Burgdorf und Heidrun Schädlich, führen können und ihnen Gesellschaftsspiele, die Tageszeitung, Computer und Fernseher zur Verfügung stehen. Auch das Obdachlosenfrühstück in den Wintermonaten gehört dazu. Einmal wöchentlich können sich die Gäste des Hauses von einem pensionierten Arzt untersuchen lassen. „Was wir sehr begrüßen, denn Obdachlose scheuen sich, eine Praxis aufzusuchen“, betont Dr. Gerhard Bulczak, stellvertretende Vorsitzender des Trägervereins.

Irmhild Beel-Zimmer im Beratungsgespräch mit einem Gast des Hauses. Foto: sto

Im ersten Obergeschoss ist die „Ambulante Hilfe“, eine umfangreiche Beratungsstelle für wohnungslose Frauen und Männer, eingerichtet. Sie wird betreut von Irmhild Beel-Zimmer und Jörg Fischer. Eine Etage höher können täglich wohnungslose Frauen und Männer in hellen, freundlich ausgestatteten Zimmern übernachten. Zur Verfügung stehen acht Betten. „Treue Vierbeiner dürfen mitgebracht werden“, betont Bulczak.

Das Senior-Schläger-Haus ist zu erreichen unter Telefon 05151/3921. Es ist benannt nach Dr. Franz Georg Ferdinand Schläger, genannt Senior (Pastor) Schläger, einem Kirchenmann, der sich um das Wohl der Hamelner Bürger von 1822 bis 1869 verdient gemacht hat. Berthold, einer seiner Enkel, hatte im jetzigen „Senior-Schläger-Haus“ eine Arztpraxis. Er wohnte in dem Haus bis zu seinem Tod 1948.



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