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Deppmeyer plädiert für gezielte Einwanderung und Einbürgerung

Eine ganz junge Senioren Union

Hameln (wft). Sie sind noch jung und existieren als Stadtverband Hameln erst wenig länger als ein Jahr – die Senioren Union in Hameln. Nach der Gründung im Jahr 2008 hielten die CDU-Älteren, deren Vorsitzender der Ratsherr Gerhard Paschwitz ist, jetzt ihre erste Jahreshauptversammlung ab.

veröffentlicht am 03.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:41 Uhr

Der Vorstand der Hamelner Senioren Union, v. li.: Hannelore Flie

Gastredner war der Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer (CDU), der mit seiner Aussage, „Deutschland braucht eine gezielte Einwanderung“ und „jedes Kind, das in Deutschland geboren ist, ist eigentlich deutscher Nationalität“ deutlichen Widerspruch von den CDU-Senioren erntete. Deppmeyer formulierte diese Erklärung vor dem Hintergrund, „dass die Geburtenrate immer weiter sinkt und wir ohne gezielte Einwanderung sonst eine sterbende Nation sind“.

Schon jetzt sei klar, dass im Landkreis Hameln-Pyrmont die Zahl der Kinder innerhalb der nächsten zehn Jahre um 35 Prozent zurückgehen werde, im Landkreis Holzminden sogar um 43 Prozent. Wegen der insgesamt zurückgehenden Bevölkerung sieht Deppmeyer Handlungsbedarf für den Landkreis Holzminden, lehnt aber einen „Kuhhandel“ mit Northeim ab. Alle Landkreise im Weserbergland müssten sich bewegen, forderte der Abgeordnete.

Als Zukunftsaufgabe bezeichnete Deppmeyer die Notwendigkeit, „dass wieder mehr Menschen in Arbeit kommen – vor allem in stabile Jobs“. Gleichzeitig warnte er vor der Einführung eines Mindestlohns, „sonst wird die billigere Arbeit in andere EU-Länder verlegt, wo niedrigere Löhne gezahlt werden“.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Paschwitz zuvor über die Aktivitäten des Stadtverbandes berichtet. Höhepunkte seien die Besichtigung der Meyer-Werft in Papenburg mit fast 60 Gästen und ein Besuch im Landtag gewesen. In diesem Jahr sollen das „Zuckerland“ in Bad Oeynhausen und die Autostadt Wolfsburg besucht werden. Neben anderen Terminen steht am 12. April ein Besuch bei RadioAktiv auf dem Programm. Anfang Juni wollen die Mitglieder bei der Dewezet erfahren „Wie wird Zeitung gemacht?“

Für den kürzlich verstorbenen Schatzmeister Hans-Joachim Hübsch wurde Anja Gernart einstimmig mit der Betreuung der Kasse beauftragt. Ohne Gegenstimme wurde Werner Witte als zusätzlicher Beisitzer in den Vorstand gewählt.

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