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Vor Gericht: Zwei Jahre auf Bewährung / Bei Einbruch in ein Bettenhaus lässt er seinen Autoschlüssel zurück

Einbruch in Parfümerie: Fingerabdrücke verraten Musiker

Rinteln (maf). Ein 31 Jahre alter Einbrecher, der in einer Rintelner Parfümerie hochwertige Markenartikel erbeutet hatte, ist vor dem Schöffengericht mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davongekommen.

veröffentlicht am 20.01.2007 um 00:00 Uhr

Im März 2003 hebelte der Musiker zunächst das Fenster eines angrenzenden Sonnenstudios auf und öffnete dann gewaltsam eine Verbindungstür zum Laden. Ging die Anklageschrift noch davon aus, dass der Mann Waren im Gesamtwert von 64 000 Euro entwendet hatte, so schätzte der Vorsitzende Richter Christian Rost jetzt die Höhe des Diebesgutes auf höchstens 10 000 Euro.Überführt wurde der Angeklagte letztlich durch seine Fingerabdrücke, die sich am Fensterrahmen befanden. Dennoch leugnete der heute 31-Jährige vehement die Tat (wir berichteten) und präsentierte am zweiten Prozesstag gleich drei Alibizeugen. Die - später vereidigten - Männer bestätigten, dass sich der Musiker in jener Nacht auf einer Geburtstagsfeier in Dortmund aufgehalten habe. Da die Tatzeit nicht exakt zu klären war, hätte er durchaus im Anschluss an die Party nach Rinteln fahren und in die Parfümerie einsteigen können. In die Entscheidung bezog das Schöffengericht zwei Einzelstrafen aus einer früheren Verurteilung ein: Im Juli 2003 hatte das Amtsgericht Coesfeld den Mann wegen zweifachen Einbruchdiebstahls belangt. Damals war der Angeklagte zu 21 Monaten Haft verurteilt worden, die er inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt abgesessen hat. Im ersten Fall hatte der Musiker die Schaufensterscheibe eines Bettengeschäftes in Bergkamen eingeschlagen. Aus dem Laden nahm er Artikel für etwa 12 000 Euro mit, um seine Hochzeit zu finanzieren, wie er den Einbruch begründete. Die verschiedenen Bettwaren verkaufte er für knapp 4000 Euro auf einem Flohmarkt in Dortmund. Weniger erfolgreich verlief dagegen der zweite Einbruch in einem Bettenhaus in Dülmen. Dort konnte der Musiker die Beute im Wert von 9000 Euro nicht abtransportieren, weil er den Autoschlüssel des angemieteten Fahrzeugs im Geschäft verloren hatte.



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