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Landfrauen informierten sich über Blutspende

Einblick gewonnen

Springe. Witterungsbedingt hatte die Wandergruppe des Springer Landfrauenvereins nur ein Ziel in der Nähe: den Blutspendedienst in Springe. Anna-Lena Steinke erwartete die 40 Damen. 2012 wurde in Springe das 50-jährige Bestehen gefeiert. Mit rund 850 Mitarbeitern an acht Standorten organisiert der DRK-Blutspendedienst NSTOB jährlich rund 12 000 Blutspendetermine. NSTOB steht für Niedersachen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen. Im Zentralinstitut Springe sind 450 Mitarbeiter beschäftigt.

veröffentlicht am 11.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

Der Blutbeutel wird einschließlich der Teströhrchen mit einem Barcode-Etikett versehen, um Verwechslungen auszuschließen. Jede Blutspende wird im Labor untersucht. Dabei werden neben der Blutgruppe auch im Blut vorhandene Viren nachgewiesen. Das Blut wird auf Hepatitis-A*-, -B- und -C-Viren, Humanes Immundefizienzvirus (HIV) und auf Antikörper gegen den Erreger der Syphilis getestet. Zum direkten Nachweis von Infektionserregern wird das sogenannte PCR-Verfahren angewandt. PCR steht für Polymerase Chain Reaction (deutsch: Polymerase-Kettenreaktion). Diese Polymerase-Kettenreaktion ist eine spezielle, hochempfindliche Methode, mit deren Hilfe die Erbsubstanz der genannten Viren im Reagenzgefäß vervielfältigt und quantifiziert wird. Infektiöses Blut kann dadurch identifiziert werden. Innerhalb kürzester Zeit steht fest, ob ein Blutpräparat „sicher“ ist und Leben retten kann.

Bei der Verarbeitung der Blutbeutel wird das gespendete Vollblut zentrifugiert und in seine Bestandteile aufgetrennt: Blutplasma, Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen). Bei der Lagerung muss die unterschiedliche Haltbarkeit und Temperatur berücksichtigt werden. Auf dem Rundgang konnten die Landfrauen einen Blick in die Kühlräume, die Etikettierung, die Druckerei und das Labor werfen.

35 000 ehrenamtliche Helfer aus zahlreichen DRK-Ortsgruppen leisten freiwillig viele Stunden für diese humanitäre Aufgabe, in Springe werden rund 800 000 Blutspenden jährlich verarbeitet. Viele Landfrauen sind seit Jahren im Roten Kreuz und dankten für die engagierte, fachkundige Präsentation von Anna-Lena Steinke.



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