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Ehrenpreisschild von Fritz Zimmermann und Klaus Hodes restauriert

Ein Zeugnis der Eigeninitiative

Grohnde. Vor 28 Jahren hat die Grohnder Dorfgemeinschaft, unterstützt vom Ortsrat und Ortsbürgermeister Horst Missal, erfolgreich am Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen. Grohnde errang den 3. Preis und erhielt als Auszeichnung ein mit dem Kreiswappen versehenes „Ehrenpreisschild“. Der 1979 vom damaligen Ortsbürgermeister Carl Budde eingeweihte neue Dorfmittelpunkt mit Dorfteichrundweg und Teichfontäne hatte zum Preisgewinn beigetragen. Nach nunmehr 28 Jahren bedurfte das Dorfplatzschild im Dorfmittelpunkt, dem heutigen Europaplatz, dringend der Restaurierung.

veröffentlicht am 28.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

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Der Grohnder „Europaplatzinitiator“ Karl-Heinz Weckmann und sein Mitbürger Martin Delker, der ehemalige Gemeindedirektor von Emmerthal, stießen mit ihrem Anliegen bei den Grohnder Maler- und Tischlermeistern Fritz Zimmermann und Klaus Hodes auf große Hilfsbereitschaft und erhielten das Angebot: „Wir restaurieren gern und kostenlos die marode gemeindeeigene Wettbewerbsauszeichnung.“ Kreisarchivarin Karin Schaper stellte die Originalfarbenbeschreibung des Kreiswappens als Vorlage zur Verfügung.

Das 1929 staatlich genehmigte Kreiswappen zeigt aus dem Wappen der Grafen von Everstein den „silbernen Löwen“, in seinen Pranken das rote „Ankerkreuz“ aus dem waldeckschen Wappen der ehemaligen Grafschaft Pyrmont. Der ehemalige Flecken und das Amt Grohnde waren stets mit der Weser und der Binnenschiffahrt stark verbunden. 1983 wurde durch Vermittlung des Grohnder Binnenschiffers Gesemann ein 250 Kilogramm schwerer Schiffsanker aus dem Jahr 1784 von der Grohnder Vereinsgemeinschaft auf dem neuen Dorfplatz aufgestellt. Der aus dem Jahr 1913 stammende „Gedenkstein“ erinnert an die zahlreichen Opfer der Europäer in der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813. Initiiert durch Grohnder Bürger, wurde jetzt, exakt 200 Jahre danach, der Dorfplatz mit einem „Europabaum“ als Mahnung und Weckruf zur Völkerverständigung offiziell zum „Europaplatz“ erklärt und entsprechend ausgeschildert.

Zum 1. Mai stellt der Grohnder Gesangverein dort einen Maibaum auf. Seit gestern schmückt der von der Dorfgemeinschaft gelieferte und beleuchtete Weihnachtsbaum den Dorfplatz gegenüber der Kirche. Dank spendenfreudiger Bürger ist seit kurzem auch die Dorfteichfontäne wieder in Betrieb. So ist der Grohnder Dorfmittelpunkt – der Europaplatz – ein Zeugnis für Eigeninitiative und Gemeinschaftssinn der Grohnder Bürger und zugleich eine Erinnerungsstätte an zeitgeschichtliche Ereignisse.

Malermeister Fritz und Marcel Zimmermann, Tischlermeister Klaus Hodes und Archivar Karl-Heinz Weckmann stellten das in Eigenleistung restaurierte Schild „Schönes Dorf 1985“ wieder auf.



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