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Strecke des "Historischen Ortsspaziergangs" fertiggestellt / Dieter Horn begeistert

Ein Wanderteppich mitten im Wald

Engern (clb). Noch im Januar haben wuchernde Pflanzen, Unkraut und lauter Sträucher den Spaziergänger daran gehindert, den völlig vermatschten und zugewachsenen Wanderweg zwischen dem alten Bahntunnel und der "Grafen- steinerhöh" näher zu erkunden. Passend zum nahenden Sommer ist der vorletzte Teilabschnitt des Historischen Ortsspaziergangs von der Stadt fertiggestelltworden - und fast gar nicht mehr wiederzuerkennen.

veröffentlicht am 03.06.2008 um 00:00 Uhr

Vorher: Völlig zugewachsen ist der Wanderweg noch beim Ortstermi

Ortsbürgermeister Dieter Horn, passionierter Wanderfreund und Naturliebhaber, ist begeistert: "Man geht wie auf einem Teppich!" Besonders gefällt ihm die neue Decke aus Holz-Häckselspänen, die dem wiederhergestellten Wanderweg eine leichte Federung verleiht: "Das Material ist toll und eignet sich super zum Laufen." Er selbst habe kürzlich die sommerlichen Temperaturen für einen Spaziergang genutzt. Gleichzeitig um zu schauen, wie weit der Baubetriebshof mit den Arbeiten vorangekommen sei. Und umso erfreuter war er über das Ergebnis: "Meine Frau, mein Hund und ich waren ganz begeistert!" Um den Verantwortlichen seinen Dank auszusprechen, hat der Ortsbürgermeister in der vergangenen Woche Tiefbauamtsleiter Helmut Leppin und Landschaftsgärtner Klaus-Ulrich Hartmann zu einem spontanen Test- Rundgang auf dem neuen Weg eingeladen. Ende März, als sich die Witterungsverhältnisse gebessert haben, war ein rund fünfköpfiges Team des Baubetriebshofes nach Engern ausgerückt, um die gröbsten Sträucher, Äste sowie den Unkrautwuchs wegzuschneiden und zu entfernen. Und unter der Regie von Hartmann war der knapp einen Kilometer lange Wegabschnitt nach zweieinhalb Wochen fertiggestellt. Das Häckselmaterial, das übrigens nicht nur umweltfreundlich, sondern zugleich kostengünstig ist, konnte sich das Bauhof-Team vom Kompostplatz abholen und auf dem Wanderpfad verteilen. Seit rund zwei Wochen ist der Weg wieder begehbar. "Da das Material leicht federt, kann man darauf besonders gut laufen", erklärt Hartmann, räumt jedoch zugleich ein, dass die Häckselmasse empfindlicher als eine normale Schotterung sei. "Aber mit der Zeit wird der Boden noch fester", versichert der Landschaftsgärtner. Auch Tiefbauamtsleiter Helmut Leppin zeigte sich sehr zufrieden mit dem Pilotprojekt. "Ich freue mich, dass wir das Häckselmaterial zum ersten Mal eingesetzt haben", erklärt er. Und von dem neuen Wanderpfad würden ja nicht nur die Engerschen, sondern auch die Steinberger profitieren. Mit der Wiederherstellung dieses Weges ist der Historische Ortsspaziergang durch Ahe, Engern und Kohlenstädt komplett - und kann von Wanderlustigen ab sofort getestet werden. "Da sieht man mal wieder, dass man gar keinen Steinbruch braucht, sondern genauso gut natürliche Ressourcen verwenden kann", erklärt Horn abschließend und regte an, Häckselspäne auch künftig für andere Wege zu verwenden. Sein Fazit: "Der jetzige Zustand ist auf jeden Fall der beste seit 50 Jahren!"



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