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"Nachbarschaftshilfe" steht in Kleinenbremen vor der Gründung

Ein Verein soll es richten: Bürger helfen Bürgern für kleines Geld

Kleinenbremen (ly). In der "Gotteshütte" bahnt sich die Geburt eines neuen Vereins an. Als Vorsitzender im Gespräch ist Walter Dippel, der Heimleiter des Jugendhofes Porta Westfalica. Es geht um Nachbarschaftshilfe.

veröffentlicht am 22.02.2007 um 00:00 Uhr

Gründer-Mentalität: Walter Dippel, Heimleiter des Jugendhofes, u

Davon versteht Gerta Krumme, Raumpflegerin der "Gotteshütte", eine ganze Menge. Seit etwa 15 Jahren betreibt sie privat Nachbarschaftshilfe, kommt viel rum, hört viel. Und wird immer wieder um Hilfe im Haushalt gebeten. Aber die Wülpkerin hat nur zwei Hände. Die Gründung des Vereins "Evangelische Nachbarschaftshilfe Porta Westfalica e.V.", mit derfür März gerechnet wird, ist daher Gerta Krummes Idee. Derzeit liegt die Satzung zur Prüfung beim Finanzamt. Bedarf sei vorhanden, heißt es. Konkret geht es dabei zum Beispiel um Hilfe im Haushalt, Behördengänge, kleinere Reparaturen, Begleitung von Senioren oder Besuche. Abgedeckt werden sollen die Bereiche Kleinenbremen, Wülpke und Selliendorf. Der Preis: voraussichtlich zehn Euro pro Stunde. Ein Teil geht auf Honorar-Basisan die jeweilige Hilfskraft, der Rest an den Verein. "Preisnachlässe oder kostenlose Hilfen sind möglich", beruhigt der designierte Vorsitzende und "Gotteshütte"-Chef Walter Dippel, der bereits neun schriftliche Zusagen künftiger Mitglieder hat. Mit 12,50 Euro darf der Jahresbeitrag als günstig bezeichnet werden. Kooperiert werden soll mit der örtlichen Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk in Minden. "Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zum Pflegedienst, sondern als Vermittlungshilfe", beugt Dippel Missverständnissen vor. Kleinere Arbeiten würden selbst erledigt, größere vermittelt. In der Satzung heißt es unter anderem, der Verein sei ein freiwilliger Zusammenschluss von Bürgern, die ungeachtet des Alters, der Religion, der politischen Ausrichtung und der Nationalität gewillt seien, Nachbarschaftshilfe im weitesten Sinne zu organisieren. Den Zweck sehen die Gründer in der Förderung eines christlichen Gemeinwesens, Unterstützung bei Verrichtungen des täglichen Lebens sowie einer Förderung der autonomen Lebensführung. Unterstützt werde damit auch der Sendungsaufttrag der Evangelischen Kirche Deutschlands.



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