weather-image
13°
Sonderausstellung im Geburtshaus wird am kommenden Sonntag eröffnet / Zahlreiche Mitmachaktionen für jung und alte Wilhelm-Busch-Fans

"Ein Tusch für Busch": Wiedensahl feiert seinen weltbekannten Sohn

Wiedensahl (söl). Mit einem "Tusch für Busch" beginnen am kommenden Sonntag zum 175. Geburtstag im Geburtsort Wiedensahl die Feierlichkeiten im Wilhelm-Busch-Jahr. Das wird mit vielfältigen Aktionen und Ausstellungen in dem Ort, in dem der große Zeichner, Maler, Dichter und Bildergeschichten-Erzähler mit Unterbrechungen mehr als 40 Jahre seines nicht immer geraden Lebensweges verbrachte, bis zum 9. Januar nächsten Jahres dauern, wenn sich der Todestag zum 100. Mal jährt.

veröffentlicht am 11.04.2007 um 00:00 Uhr

Das Festprogramm am Sonntag, 15. April, beginnt für den großen Sohn des Marktfleckens im historischen Drei-Länder-Eck um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche. Im benachbarten Alten Pfarrhaus lebte Busch zwischen 1872 und 1878 im Haushalt seiner Schwester Fanny und seines Schwagers, des DorfpastorsHermann Nöldeke. Dort entstanden viele seiner bedeutendsten Werke. Den Gottesdienst halten die Wiedensahler Pastorin Susanne Link-Köhler sowieder Busch-Autor und -Rezitator, Pfarrer i. R. Hermann Alves aus Bad Ems. Am Geburtshaus wird die Geburtstagssause dann um 11.30 Uhr von Wiedensahls Bürgermeister Helmut Schaer eröffnet. Begleitet wird er von einer Jagdhornbläser-Formation. Ab 11.45 Uhr spielt dort die Wiedensahler Dorfkapelle, deren Musik weit mehr ist, als das vom Protagonisten so häufig empfundene Geräusch. Ab 12.30 Uhr singen und rappen Schüler der Grundschule Niedernwöhren zu und mit Texten Buschs. Die Stunde von 13 bis 14 Uhr gehört dann wieder der Dorfkapelle. Der Wiedensahler Singkreis bringt sein Geburtstagsständchen zwischen 15 und 15.30 Uhr. Bunt gemischt ist das Programm von 16.30 bis 17.3o Uhr, wenn sich die Jazzdance Formation "Sweet Devils" der Turn- und Sportgemeinschaft, die örtliche Volkstanzgruppe und noch einmal die Jagdhornbläser in den bunten Reigen der Gratulanten einreihen werden. In der Abendveranstaltung ab 19 Uhr im renovierten und erweiterten Geburtshaus wird dann Hermann Alves Busch und seinen Texten in seiner unnachahmlichen Art auf den Grund gehen. Für diese Veranstaltung steht nur ein begrenztes Kontingent an Plätzen zur Verfügung. Um Anmeldung unter der Telefonnummer (05726) 388 wird gebeten. Die Zeiten zwischen den einzelnen Auftritten sollten die Besucher des Busch-Geburtsortes nutzen, um die Sonderausstellungen "Hoch soll er leben" im Geburtshaus und "Wilhelm Busch auf Briefmarken, Geldscheinen und Münzen" im Museum im Alten Pfarrhaus zu besuchen. Diese Sonderschau im Heimatmuseum, die neben Busch-Freunden besonders Philatelisten und Numismatiker ansprechen dürfte, läuft dann bereits seit zwei Wochen. Die Sonderausstellung im Geburtshaus wird am kommenden Sonntag eröffnet. Sie macht den Tag der Geburt Wilhelm Buschs, den 15. April 1832, zum Ereignis. Die Eltern des Neugeborenen werden vorgestellt, deren Herkunft, das Familienumfeld und das damalige Leben in Wiedensahl. Die Ausstellung macht deutlich, womit die Menschen damals in einem kleinen Dorf abseits der großen Handelsströme ihr täglich Brot verdienten, verweist auf die Berufe, die es im Ort gab, thematisiert, in welche politische und gesellschaftliche Situation der kleine Krämersohn Wilhelm Busch hineingeboren wurde. Verbunden ist der "unrunde" Jubelgeburtstag in Wiedensahl mit zahlreichen Mitmachaktionen für Jung und Alt. Verschiedene Figuren aus dem Bildergeschichten-Werk des Geburtstagskindes werden sich sehen lassen, Max und Moritz mancherlei Schabernack treiben. Für das leiblich Wohl sorgen die Freiwillige Feuerwehr Wiedensahl, der Ortsverein der Deutschen Roten Kreuzes, der Förderkreis Amalia der Grundschule Niedernwöhren und die örtliche Gastronomie.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare