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"Suzie& the Seniors" bringen in der "Nachtausgabe" den Beat der Sechziger in die Stadt

Ein Ticket to Ride fürs House of the rising Sun

Bückeburg (bus). Der Beat der sechziger Jahre -überschwängliche Zeitgenossen nennen diese Zeit bisweilen die "Golden Sixties" - ist am Dienstag in der Kundenhalle der Volksbank in Schaumburg angesagt gewesen. Im Rahmen der von dem Geldinstitut und der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung präsentierten "Nachtausgabe" waren "Suzie& the Seniors" zu Gast in der ehemaligen Residenzstadt. Was in der Vorschau an eine erinnerungsschwangere Schweinebeatparty erinnerte, entpuppte sich am Auftrittsabend unvermittelt als quicklebendige Auslegung der mehr als dreieinhalb Jahrzehnte zurückliegenden Kompositionsvielfalt.

veröffentlicht am 06.04.2006 um 00:00 Uhr

Gute Laune in der proppevollen Schalterhalle der Volksbank in Sc

Unter uns: Wer rechtzeitig das Ticket to Ride gebucht hatte, musste am Bus Stop nicht lange warten, um als Runaway zu sagen "Hit the Road, Baby". Da spielte es kaum eine Rolle, ob die Reisenden A hard Days Night hinter sich oder einen Hippy, Hippy Shake in sich hatten, ob sie Needles and Pins oder Black is Black bevorzugten. Gleich, ob ihr Motto "I'm a Believer" oder "Let's Dance" lautete - im ersten Teil des von der superb gut gelaunten Truppe intonierten Programms landeten eh alle im "House of the rising Sun". Dass die zweite Abteilung mit "Keep on Running" anhob, nahm an einem Abend, in dessen Verlauf die Gastgeber wegen des ungebrochenen Durstes der Besucher ununterbrochen leeren Gläsern hinterher rannten, keinerlei wunder. Aufforderungen wie "Hold Tight", "Be my Baby", "I want to hold your Hand" oder "Love my Live" vermochten weder das Publikum noch die eilfertigen Bänker aufzuhalten. Galt es doch - "Let's twist again" - schlussendlich all over Beethoven zu rollen, Wolly Bully zu begrüßen und - in der Zugabe - der Pretty Woman des Abends (Cheforganisatorin Monika Luhmann) ein vielstimmiges "Shout" entgegenzubringen. By the way: Die Hamburger, die ohne "Suzie" als "Franny and the Fireballs" die Republik rock 'n' rollen, mussten in der Nachtausgabe ob des beinahe frenetischen Auditoriums nolens volens die zuvor eingeplante Zugabe um das Stück "It's my Party" ergänzen. Was Patricia "Suzie" Stegemann (Gesang), Ralf "Franny" Hartmann (Sologitarre, Gesang), Knut Hartmann (Bassgitarre, Gesang), Michael Prott (Tenor-Sax, Keyboards, Gesang) und Christian "Doc" Kieviet (Schlagzeug, Gesang) das Kompliment entlockte: "Ihr wart ein großartiges Partypublikum." Und sie versprachen, während ihres nächsten Auftritts in Bückeburg neben den etwas überstrapazierten "Beatles" die "Rolling Stones" in der Programmgestaltung zu berücksichtigen. Darauf dürfen sich die Leser der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung und die Kundschaft der Volksbank in Schaumburg von ganzem Herzen freuen: Dance little Sister Luhmann, don't Paint it black as Tears go by on Ruby Tuesday und Wild Horses Brown Sugar, Dead Flowers und Hot Stuff futtern. "Time waits for No-One", prognostizierten Jagger und Richards bereits auf ihrem Album "It's only Rockn Roll". Und unter der Hand auch, dass "The Under Assistant West Coast Promotion Man" Ernst Engelking bei der Rückkehr der Memory-Kapelle die Titel "Satisfaction" und "I'm Free" mit akzentuierten Trompetenstößen begleiten wird.

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