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Naturheilverein, Naturbund und der Verein Arbeit und Integration feiern auf der Streuobstwiese

Ein Tag im Zeichen des Apfels

BAD PYRMONT. Kistenweise grüne und rotbackige Äpfel schnippelten große und kleine Naturfreunde am Samstag im Bergkurpark, fütterten damit eine Saftpresse, kochten Apfelmus oder ließen sich einen Bratapfel schmecken.

veröffentlicht am 19.09.2019 um 00:00 Uhr

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Reporterin

Mitgebracht aus der eigenen Ernte oder „des Nachbars Garten“, stand das schmackhafte Obst ganz im Mittelpunkt eines geselligen, sonnigen Nachmittags mit vielen Familien und Gästen.

Eingeladen hatte das Netzwerk aus Naturheilverein, Naturbund (Nabu) und Verein Arbeit und Integration (AIBP), der offizielle Anlass war eine Enthüllung. Am Fuße einer großen Streuobstwiese, die der Nabu vom Staatsbad gepachtet hat, weist nun ein von Jens Lohmann anschaulich gestaltetes Schild darauf hin, was alles in dem Biotop am Ende der Ockelstraße wächst, kriecht und fliegt.

Dazu zog die Gruppe vom Clubhaus der Naju (Jugendorganisation des Nabu) zu dem höher gelegenen Hinweisschild, das die Nabu-Vorsitzende Steffi Maltzahn enthüllte, musikalisch begleitet von dem Liedermacher „Löwenherz“ (Matthias Jürgens) aus Hillentrup, der dann während des ganzen Nachmittags seine einfühlsamen, stimmungsvollen Lieder zur Gitarre sang.

3 Bilder
Beim Schnippeln der mitgebrachten Äpfel machten viele mit. FOTO: Karin Heininger

Da hörten auch Till und Pepe genau zu. Die beiden Jungen waren mit ihrer Mama aus Hameln gekommen und damit beschäftigt, an dem alten Ofen in der feuerfesten Jurte an Stöcken aufgespießte Äpfel zu braten. Inzwischen halfen Onno, Malik, Luca und Pauline an der Saftpresse, wo handgemacht und nach überliefertem Verfahren ein süffiger Apfelsaft entstand. In einem Ritual dankte die Vorsitzende des Naturheilvereins, Edith Mertensmeier, und ihre Stellvertreterin, Ute Draksler, der Erde für ihre Gaben.

Das Streuobstwiesenfest bildete den Abschluss der Aktion „Regio Challange“: Eine Woche lang wollte sich eine Gruppe von Naturfreunden nach dem Motto „Iss, was da ist“ ausschließlich von Produkten aus der Umgebung ernähren. Und es hat weitgehend funktioniert, wie einige Teilnehmer erzählen. „Zu 85 Prozent“, sagt Iris Engelke. „Es ist etwas umständlich, weil man nicht einfach in den Supermarkt geht, sondern Landwirte und Biohöfe in der Umgebung abklappert. Aber es war eine tolle Erfahrung, ich habe nette Menschen kennengelernt und das Essen bewusster geschätzt.“

Eine Erfahrung, die auch Jens Lohmann bestätigt: „Ich habe sogar selbst Brot gebacken. Und man lernt, noch mehr darauf zu achten, wo die Produkte herkommen.“ Dass die Aktion das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe gestärkt habe, weil Erfahrungen und auch Produkte ausgetauscht wurden, betont Steffi Maltzahn, die mit einer kleinen Fotoserie am Buffet die Aktion bildlich festgehalten hat. Und was gab es bei dem Fest an leckerem hausgemachtem Gebäck für die Gäste? Natürlich Apfelkuchen!



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