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Nach Aldi-Schließung nur noch ein Discounter im Grundzentrum / Nachbarstädte fangen Bedarf auf

Ein Supermarkt zu wenig

Samtgemeinde Nienstädt. Seit der Aldi-Markt im Juni 2013 geschlossen hat, gibt es in der Gemeinde Nienstädt nur noch einen Einzelhandelsmarkt (Penny). Köritz zufolge ist das „nach allgemeiner Einschätzung für rund 4500 Einwohner nicht ausreichend“. Allerdings sei die Grundversorgung in diesem Bereich durch die kurze Entfernung zu den Zentren Stadthagen, Obernkirchen und Bückeburg sichergestellt.

veröffentlicht am 11.11.2014 um 15:23 Uhr
aktualisiert am 11.11.2014 um 22:54 Uhr

Das zweite Grundzentrum der Samtgemeinde ist der sogenannte Bergkrugbereich, der mit einem Edeka-Markt, dem Einzelhändler Graf und einem Lidl in Hespe gut aufgestellt sei.

Laut „Cima“-Studie, die den Einzelhandel von Städten und Samtgemeinden im Zeitraum von 2006 bis 2011 beleuchtet hat, liegt die Grundversorgung in der Samtgemeinde Nienstädt etwa im Durchschnitt aller Grundzentren in Schaumburg. Mit einer Verkaufsfläche von 1,14 Quadratmetern pro Einwohner ist Nienstädt hinter Obernkirchen an zweiter Stelle. Im periodischen Bedarf – Lebensmittel, Drogerieartikel – befindet sich Nienstädt dagegen im hinteren Mittelfeld, aber noch vor Niedernwöhren und dem Auetal. Im aperiodischen Bedarf – Möbel, Textilien, Elektroartikel – steht die Samtgemeinde wieder an zweiter Stelle.

Eine Kennzahl, die darüber Auskunft gibt, wie viel Geld die Einwohner in ihrer eigenen Kommune lassen – also wie hoch der Umsatz des Einzelhandels gemessen an der Kaufkraft der eigenen Bevölkerung ist – ist die Einzelhandelszentralität. Die liegt in Nienstädt bei 58 Prozent. Das ist nur leicht unter dem Durchschnitt von 60,5 Prozent. Im periodischen Bereich kommt die Samtgemeinde auf 74 Prozent (Durchschnitt: 82 Prozent), im aperiodischen übersteigt Nienstädt den Durchschnitt (28 Prozent) um elf Prozentpunkte.

Im Großen und Ganzen gibt es also keine großen Schwachstellen. Köritz weist mit Blick auf die langfristige Versorgung mit Einzelhandelsprodukten allerdings auf die kürzlich von allen Kommunen erarbeitete Stellungnahme zur Änderung des Landesraumordnungsprogramms (LROP) hin. Darin, erklärt Köritz, werde eine Erweiterung der Verkaufsflächen von bislang 800 Quadratmetern auf 1200 gefordert, „um die dauerhafte Versorgung der Bevölkerung mit Einzelhandelsprodukten und einen wirtschaftlichen Betrieb dieser Geschäfte sicherstellen zu können“.kil



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