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Samtgemeinde Rodenberg stellt in Meinsen erstes Geschwindigkeitsmessgerät auf - für 1800 Euro

Ein strahlendes Lächeln fürs korrekte Tempo

Hülsede (bab). Mit insgesamt drei Geschwindigkeitsmessgeräten will die Samtgemeinde jetzt Temposünder erziehen. Die mobilen Geräte werden an als kritisch empfundenen Straßen in den Orten der Samtgemeinde nach Bedarf aufgestellt. Der erste Tempo-Anzeige r tut jetzt seinen Dienst an der Meinser Straße in Hülsede.

veröffentlicht am 21.12.2007 um 00:00 Uhr

Günther Wehrhahn, Ingo Heuser und Herbert Weibels nehmen das ers

"Da, wo mehr los ist, werden wir die Geräte öfter aufstellen", sagt Ingo Heuser vom Ordnungsamt. Besonders vor Schulen und Kindergärten wolle die Samtgemeinde die Geschwindigkeit künftig kontrollieren. Möglich ist das durch eine ausgeklügelte Computertechnik. Wie Heuser angibt, speichert das Gerät nicht nur die Zahl der Fahrzeuge,sondern auch deren Geschwindigkeit und das sogar im Verlauf. Die Samtgemeinde könne also ermitteln, mit welcher Geschwindigkeit die Autos auf das Messgerät zufahren und inwieweit das Tempo dann gedrosselt wird. Bis zu 57 000 Daten könnten gespeichert werden, erklärt Heuser. Die Geräte, die mit einem Akku ausgestattet sind, haben jeweils 1800 Euro in der Anschaffung gekostet. Das sei im Vergleich günstig - sonst kosten die Anlagen schon mal mehr als 3000 Euro. Wie Günther Wehrhahn von der Samtgemeindeverwaltung erklärt, ist geplant, die anderen beiden Geräte vorerst im Ortseingang Algesdorf und an der Blumenhäger Straße in Lauenau zu positionieren. "Wir können sie auch in Reihe schalten", informiert Heuser. So könnte der Autofahrer diszipliniert werden, nach der Messung nicht wieder aufs Gaspedal zu drücken. Wer die Geschwindigkeit einhält, wird von dem Messgerät mit dem Lächeln eines Smileys aus gelben Leuchtdioden belohnt. Einem Raser wirft das Mondgesicht im Display einen ziemlich sauertöpfischen Blick zu. Immer wird selbstverständlich die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Außer den Daten in der Umgebung von Kindergärten interessiere sich die Samtgemeinde auch für die Situation im Berufsverkehr, sagt Heuser. Die Geräte sollen jeweils so lange an bestimmten Punkten stehen, bis es sich bei den Autofahrern eingeprägt hat. Die erste Anlage tut nun an der Meinser Straße in Hülsede ihren Dienst. Bürgermeister Herbert Weibels (SPD) weiß noch mehr kritische Punkte, an denen gemessen werden könnte - in Schmarrie, Am Klubheim und am Kirchweg. Wie Heuser sagt, werde für die Meinser Straße jetzt ein komplettes Verkehrskonzept entwickelt. An dieÖffentlichkeit werde die Samtgemeinde treten, wenn dieses stehe und abgesegnet sei. Auch den Klagen der Anlieger will die Verwaltung mit dem neuen Konzept entgegenwirken. Die Halteverbote werden wohl wieder weichen müssen.



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