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François Fillon lange Jahre Bürgermeister der Partnerstadt

Ein Sabléer ist der neue Premierminister Frankreichs

Sablé / Bückeburg (rc). Große Stunde für Bückeburgs Partnerstadt Sablé: Ihr ehemaliger Bürgermeister und Senator des Departement Sarthe, François Fillon, ist der neue Premierminister Frankreichs. Der am vergangenen Mittwoch neu ins Amt eingesetzte Staatspräsident Nicolas Sarkozy berief den 53-Jährigen Fillon am Donnerstag zum Chef der 16-köpfigen Ministerriege.

veröffentlicht am 21.05.2007 um 00:00 Uhr

Sablés damaliger Bürgermeister François Fillon beim Europafest 1

Eine rund 200-köpfige Delegation aus Bückeburg konnte die Gefühle und Stimmungen in der Partnerstadt direkt erleben. Denn über das verlängerte Himmelfahrtswochenende waren Vertreter von Politik und Verwaltung, von Vereinen und Verbänden, sowie Privatpersonen in Sablé, um dort das 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Sablé und Bückeburg zu begehen. Den Bückeburger ist Fillon aus zahlreichen Kontakten und Besuchen bekannt. So war er unter anderem Gast des ersten Europafestes 1996 auf dem Bückeburger Marktplatz, als Bückeburg zusammen mit Stadthagen und Rinteln und deren Partnerstädten eine große Party feierten. Fillon ist studierter Rechtswissenschaftler und war, als er 1981 in die französische Nationaversammlung einzog, mit 27 Jahren der jüngste Abgeordnete. Ein Jahr zuvor hatte er eine Britin geheiratet und hat fünf Kinder. Bürgermeister in Sablé war er von 1983 bis 2001. Fünfmal bekleidete Fillon Ministerämter, zunächst war er Bildungsminister und von 2002 bis 2004 Sozialminister. Fillon galt als Vertreter des linken Gaullistenflügels, vollzog dann aber 2005 nach einer Regierungsumbildung, als er kein Amt mehr bekam, den Wechsel zu Sarkozy. Er gilt als enger Vertrauter Sarkozys, weite Teil des Wahlprogramms stammen aus der Feder Fillons. Nach Einschätzung von Beobachtern gilt Fillon als eine Art "soziales Gewissen" des zu kompromisslosen Ansichten neigenden neuen Staatspräsidenten und soll ab dem Sommer dessen einschneidendes Reformprogramm ohne allzu große Proteste der Gewerkschaften über die Bühne bringen. Erfahrungen mit solch heiklenJobs hat Fillon bereits als Sozialminister gesammelt, als er mit "beinharter Zielstrebigkeit" eine erste Reform des französischen Rentensystems gegen den geballten Widerstand der Gewerkschaften durchfocht. Viel Zeit für seine Hobbys Bergsteigen und Fußball werden dem mit einer Waliserin verheirateten Fillon nicht mehr bleiben. Einen Termin wird er sich aber wohl weiterhin im Kalender rot anstreichen: Das 24-Stunden-Oldtimer-Rennen von Le Mans, an dem er seit Jahren in einem Ferrari 250 GTO teilnimmt. 1999 hatte Fillon bei Tempo 230 auch schon einmal Nicolas Sarkozy auf dem Beifahrersitz.

Eine Europakappeüberreichte der inzwischen verstorbene Bürgermei
  • Eine Europakappeüberreichte der inzwischen verstorbene Bürgermeister Helmut Preul an François Fillon.


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