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AC/DC rockt den Globus – und alle Deutschland-Konzerte sind schon ausverkauft

Ein Riff wird kommen

Hannover. Der One-Dollar-Schein dort oben auf der Seite ist Falschgeld. Er war nur eine hübsche Beigabe, gewissermaßen eine Aneknote für das Doppel-Live-Album aus 1992. Aber so wenig man damit bezahlen kann, so viel kann sie Fans bedeuten. Nuancen erhöhen den Wert mancher Platte eindeutig. Bisweilen reicht ein zerfetzter Aufkleber auf dem Cover, um dem Album die Aura des Unbezahlbaren zu geben. Herrliche Zeiten damals.

veröffentlicht am 19.12.2014 um 09:53 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:13 Uhr

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Jens Meyer

Autor

Jens Meyer Leiter Redaktion PR- und Sonderthemen zur Autorenseite

Aber die Welt war übrigens dennoch nicht ganz in Ordnung. AC/DCs Urdrummer Phil Rudd saß jedenfalls nicht in der Schießbude – und trotzdem tourten die australischen Globerocker schottischer Herkunft, hatten einfach Glatzkopf Chris Slade die Stöcke in die Hand gegeben. Thunder, nana nana nana naaa… Warum sollte das diesmal also nicht wieder hinhauen? Rudd, wohl vom Donner gerührt, ist auf der anstehenden Welttournee, die auch aufs Messegelände Hannover führt, mal wieder nicht mit dabei, weil er Gefahr liefe, an dem einen oder anderen Flughafen fremder Länder abgefischt und ins Kittchen befördert zu werden. Drogengeschäfte. Angeblich. Mordauftragsvergaben. Mutmaßlich. Der Honk hat’s sich selber eingebrockt. Nun muss ihm Neuseeland wie ein Riesenknast vorkommen, während seine Rockband orgiastische Erfahrungen machen darf. „In rock we trust, it’s rock or bust!“ – AC/DC wird mit Karacho den Sommer 2015 in Deutschland maßgeblich gestalten. Damit kehrt eine Band auf die Bühne zurück, die sich seit ihrem Album „Black Ice“ fünf Jahre Zeit gelassen hat, einen Nachfolger zu produzieren. Im Grunde klingt der auch nicht viel anders, aber darum geht’s ja. „In rock we trust“ – und ausverkauft!

Die Rolle des Titelhelden in dieser Geschichte gebührt natürlich wieder Angus Young, dessen solistische Gitarrenspiele oft kopiert, aber selten erreicht werden. Wenn lokale Bands sich an „Thunderstruck“ wagen, sinkt der Unterhaltungswert mit wenigen Ausnahmen meistens auf unter null und den Zuhörern wird übel. Dass endlich das Original wieder auf Tour geht, ist ’ne schöne Sache. Ein Teil von Traurigkeit hat sich dennoch in die Vorfreude geschlichen, denn das neue Album ist unter teils tragischen Umständen eingespielt worden, weil Malcolm Young sich nichts mehr merken kann. Er, so stellte sich heraus, ist dement. An der Tournee wird Malcolm nicht teilnehmen können – das ist ein Novum. Noch nie zog AC/DC ohne den Rhythmus-Gitarristen los.

200 Millionen verkaufte Alben weltweit! 250 000 verkaufte Alben von „Rock or Bust“ in einer Woche in Deutschland! 325 000 Tickets in 63 Minuten für die anstehenden acht Deutschland-Gigs ausverkauft. – Diese Rockband bricht Rekorde und lässt sich auch durch Schicksalsschläge nicht aus der Bahn werfen. Malcolms Neffe Stevie nimmt den Platz seines Onkels ein. Und am Schlagzeug sitzt … irgendwer … ist eigentlich auch wurscht.

„Rock Or Bust“: AC/DC live in Hannover, Sonntag, 21. Juni, Messe-Gelände, ausverkauft!



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