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Schaumburg Nord II gegen Hildesheim / Meister Obernkirchen beim Zweiten Holtorfer SV

Ein Punkt fehlt HSG II zum rettenden Ufer

Handball (hoh/hga). Das Spitzenspiel der WSL-Oberliga zwischen dem Tabellenzweiten Holtorfer SV und dem Tabellenführer MTV Obernkirchen nutzt der Meister nur noch zum "Schaulaufen".

veröffentlicht am 06.05.2006 um 00:00 Uhr

Thorben Menzel (r.) soll die HSG-Reserve zum Klassenerhalt werfe

Exten-Rinteln - Holzminden. Der Abstieg ist perfekt! Für die Handballer der HSG Exten-Rinteln wartet eine neue Liga. "Selbst bei einem Sieg ist nichts mehr zu holen! Die Reserve aus Emmerthal hat im direkten Vergleich mit zwei Erfolgen gegen uns die besseren Karten. Trotzdem wollen wir uns vor heimischer Kulisse mit einem Sieg und einer guten Leistung verabschieden", meint HSG-Linksaußen Christian Winter. Daher können die Schützlinge von HSG-Trainer Jürgen Timm im Kellerduell gegen das Schlusslicht aus Holzminden befreit aufspielen. Die Weserstädter werden in Bestbesetzung auflaufen und haben zum Abschluss zwei Punkte fest im Visier. Anwurf: Samstag, 17 Uhr. Holtorf - Obernkirchen II. Die Hausherren haben noch berechtigte Aufstiegsträume und die Relegationsrunde vor Augen. "Hoffentlich sind meine Jungs nach der anstrengenden Meisterschaftsfeier körperlich wieder fit", scherzt MTV-Erfolgstrainer Herbert Rachow. "Wir werden keine Geschenke verteilen und noch einmal voll zur Sache gehen", meint Rachow, der aus privaten Gründen(Konfirmation) fehlen wird. Das wird auch nötig sein, gegen den kompromisslosen und extrem heimstarken Gegner! Die robuste HSV-Riege verfügt mit Linkshänder Manuel Rasch, Spielgestalter Stefan Voigt und Shooter Sven Pfisterer über ein brandgefährliches Angriffstrio. "Das bessere Abwehrverhalten wird die Partie entscheiden", sagt Rachow. Die MTV-Cracks müssen ohne Norbert Janssen, Detlef Scheibe und Dirk Ass auskommen. Dafür gibt Neuzugang Volker Hoffmann aus Haste sein Debüt im MTV-Kasten und Michael Schmeding wird als Feldspieler aktiv. Anwurf: Samstag, 18.30 Uhr. Schaumburg Nord II - Hildesheim. Am letzten Spieltag der WSL-Oberliga wartet auf die HSG Schaumburg Nord II eine einfache Aufgabenstellung, um die Klasse zu halten: Gewinnen. Gegner ist BW Hildesheim. Die Klarheit der Situation ergibt sich aus dem Tabellenstand. Als Tabellenzehnter (20:30-Punkte) reisen die Gäste an, während die Gastgeber auf dem elften Platz (19:31) stehen. Ginge es nur um diese beiden Mannschaften, wäre auch eine Niederlage der HSG-Reserve nicht tragisch. Leider steht auf dem zwölften Tabellenplatz, der erste von drei Abstiegsplätzen, mit der TSG Emmerthal II (17:33) eine Mannschaft, die nur zwei Punkte weniger aufweist. Sollte die TSG Emmerthal II ihr Spiel gegen den TV Garmissen-Ahstedt gewinnen und die HSG ihrerseits verlieren, wäre der Abstieg besiegelt. Und das nicht auf Grund des schlechteren Torverhältnisses der HSG, sondern des direkten Vergleiches mit der TSG. Es hilft also alles nichts, die HSG muss den Schwung vom 31:27-Auswärtserfolg über den SV Alfeld II vom vergangenen Wochenende mitnehmen und in eigener Halle den Anspruch auf die Klasse unterstreichen. "Wir sind alle angespannt, leider wird Michael Evers nicht dabei sein. Aber auch wenn es schwer wird, wir werden kämpfen, um wenigstens den einen rettenden Punkt zu holen", kündigt HSG-Coach Rolf Deckert in dem Wissen an, dass jedem in der Mannschaft die Situation klar ist. Anwurf: Sonnabend, 17 Uhr.

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