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Fachgymnasium Wirtschaft beteiligt sich am "Gründerpreis"

Ein Planspiel als Erfahrung für das ganze Berufsleben

Rinteln (cok). Wie wäre es, eine Geschäftsidee zu entwickeln, Geldgeber zu überzeugen, eine eigene Firma zu gründen und sie dann am Markt zu positionieren? Schüler des Fachgymnasiums Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln stellen sich ganz konkret diese Fragen. Unterstützt von ihren Lehrern und der Sparkasse Schaumburg nehmen sie am Bundeswettbewerb "Deutscher Gründerpreis" teil und lassen sich damit auf eine monatelange intensive Erfahrung ein.

veröffentlicht am 21.02.2008 um 00:00 Uhr

Die Schüler stellen ihre Projekte vor: Es darf auch herzlich gel

In der Auftaktveranstaltung "Kick Off", die am vergangenen Montag im Prinzenhof stattfand, stellten insgesamt zwölf Gruppen aus drei 12. Klassen ihre zum Teil sehr originellen Projekte vor, wobei jede Gruppe sich einen Mentor unter den Rintelner Geschäftsleuten gesucht hat, und auch weiß, dass außerdem nicht nur ihre Lehrer, sondern auch Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg ihnen zur Seite stehen werden. Solche Unterstützung werden sie auch gut gebrauchen können, wenn sie innerhalb der nächsten vier Monate immer tiefer in das Planspiel eintauchen, ihre Fortschritte im Internet dokumentieren, eine eigene Homepage für die neue Firma erstellen und außerdem insgesamt neun Überraschungsaufgaben lösen, was nur gelingen kann, wenn sie in wohlüberlegter Teamarbeit agieren und sich hoch engagiert alle nötigen Informationen zusammensuchen. Seit bereits vier Jahren nimmt das Fachgymnasium am Wettbewerb um den Deutschen Gründerpreis teil und bindet ihn als fächerübergreifendes Projekt in den Schulunterricht ein. Einmal konnte dabei sogar ein bundesweit dritter Platz erreicht werden und auch in der niedersächsischen Wertung schnitt die Schule sehr gut ab. Für die beteiligten Schüler bedeutete das nicht nur eine hervorragende Benotung in ihrem Schulzeugnis, sie gewannen auch ein Managertraining und können sich zudem bei Bewerbungen auf die Teilnahme an dem renommierten Projekt berufen. "Und was hat man sonst noch davon, wenn man mitspielt?", fragte Jörg Nitsche in seinem Einführungsvortrag, und gab dann selbst gleich die Antwort. "Das Planspiel ist eine Erfahrung fürs Leben", meinte er. "Man hat die Chance, einen tiefen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge zu bekommen und dabei zu erkennen, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen." In den vergangenen Wettbewerben habe sich so manches Mal gezeigt, wie schwer es sein kann, eine sinnvolle Rollenverteilung innerhalb der einzelnen Teams zu erreichen. Wer wird Geschäftsführer, wer vertritt die Firma nach außen, wer kann am besten organisieren? Dass die Schüler um gute Einfälle für ihre Geschäftsideen nicht verlegen waren, zeigte sich, als sie ihre Projekte vorstellten. Da gibt es die "Energy-Consulting GmbH", die Firmen beraten will, wie sie ihre Produkte auf möglichst energiesparende Weise herstellen können, oder "Lan CoMa", ein Unternehmen, das von den PCs über die nötigen Netzwerkverbindungen bis hin zum Catering alles für große LAN-Partys organisiert. Die Firma "Away from Home" plant Ferienfreizeiten, "Milchverkäufer" will mit ganz besonderen Gummibärchen handeln, es gibt einen Hausmeisterservice oder auch einen Service für den Transport von kranken Haustieren zum Tierarzt. Bis zum Juni werden die Schüler als Unternehmensgründer tätig sein. Zwei unabhängige Juroren entscheiden dann, wessen Geschäftsidee samt der virtuellen Umsetzung am meisten überzeugen konnte.



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