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Rat Buchholz stellt Keller bereit / Alkohol und Tabak sind verboten / Aufsicht mit Schlüsselgewalt

Ein Partyraum für Kids - doch wer darf rein?

Buchholz (tw). Grund zur Freude für die "Youngsters" in Buchholz: Der Rat unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Krause erfüllt ihren Herzenswunsch, stellt für 15-Jährige und Ältere, die das Jugendforum von Steffie Hitzemann nicht mehr erfasst, in Kürze einen zwölf Quadratmeter großen Jugend- beziehungsweise Partyraum imKeller des Dorfgemeinschaftshauses an der Bückebergstraße bereit.

veröffentlicht am 01.04.2006 um 00:00 Uhr

Die (Grundsatz-)Entscheidung fiel bei der jüngsten Zusammenkunft der Politiker einstimmig. Krause arbeitet bereits eine mit dem Nachwuchs abgestimmte "Nutzungsvereinbarung" aus, die er dem Rat am Dienstag, 25. April, vorlegen will. Besagte Vereinbarung soll regeln, was in dem Raum erlaubt - und was verboten ist. Klar ist schon jetzt: In dem Raum, der den Kids zu jeweils einem festen Termin in der Woche zur Verfügung stehen soll und auch vom Jugendforum mitgenutzt wird, darf weder Alkohol noch Tabak konsumiert werden. Dass es dort "mit rechten Dingen zugeht" - darüber sollen zwei oder drei ältere und möglichst volljährige Jugendliche wachen, die auch die Schlüsselgewalt haben. Ein entsprechendes Kurzkonzept haben die (drei) Initiatoren selbst erarbeitet und zur Ratssitzung mitgebracht. Danach wollen die Jugendlichen den Raum vor allem für Video-, Spiele- und Musikabende nutzen. Einen Raum, den sie im übrigen selbst renovieren, einrichten und instandhalten wollen. Die Konsum-Elektronik soll in abschließbaren Schränken untergebracht werden. Laut Krause hat auch Kreisjugendpfleger Walter Ostermeier, von ihm über das Begehren der Buchholzer informiert, mit einem solchen Konzept keine Probleme. So weit ist aus Sicht beider Fraktionen alles klar. Nicht klar ist derzeit allerdings noch, wer den Partyraum im Keller des Dorfgemeinschaftshausesüberhaupt nutzen darf. Die SPD-Fraktion unter Vize-Bürgermeister Klaus Kappmeier ist nämlich der Ansicht, dass nur Buchholzer Jugendliche hinein dürfen, die wenigstens einem der drei örtlichen Vereine (Feuerwehr, Schützenverein, Sozialverband) angehören. So soll vermieden werden, dass die Kids dortÄrger mit einem "bestimmten Kreis von Gleichaltrigen" aus dem Dorf bekommen, die besagten Vereinen nicht angehören. Das indes sieht Krause, sieht aber auch die CDU unter Fraktionschef Friedrich Imhoff anders: Der Bürgermeister möchte den Kreis der Nutzer des Partyraumes "prinzipiell" auf alle Jugendlichen ausdehnen - vorausgesetzt, sie wohnen in Buchholz; diese Zielgruppe soll bei etwa 15 Kids liegen. Sollte es mit dem von der SPD angesprochenen Personenkreis tatsächlich zu den befürchteten Problemen kommen, könne die Gemeinde immer noch von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und Hausverbote aussprechen. Welche der beiden Auffassungen sich am Ende durchsetzt, wer also in den Jugendraum hinein darf und wer nicht, wird sich auf der Ratssitzung am 25. April zeigen.

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