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Am Sonntag: 11. Rintelner Oldtimer-Weserberglandfahrt geht an den Start / 140 Fahrzeuge sind dabei

Ein Parfüm aus Öl, Gummi, Leder und Benzin

Rinteln (wm). 140 Oldtimer werden am Sonntag, 29. April, bei der 11. Rintelner Oldtimer-Weserberglandfahrt um 9 Uhr auf dem Rintelner Marktplatz an den Start einer rund 150 Kilometer langen Rundtour gehen, die unter anderemüber Heidelbeck, Bösingfeld, Lemgo, Bad Salzuflen, Sundern, Vlotho, Langenholzhausen und Möllenbeck zurück nach Rinteln führt.

veröffentlicht am 27.04.2007 um 00:00 Uhr

Mit beschwingtem Jazz will die Ernst-Johann-Original-Jazzband au

In Rinteln werden die Oldtimer ab 15 Uhr zurück erwartet, wo die rollenden Antiquitäten dann auf Markt- und Kirchplatz bestaunt werden können. Gegen 17.30 Uhr ist die Siegerehrung geplant. In Rinteln gibt es drei Sonderprüfungen für die Rallye-Teilnehmer: Am Sonntagmorgen nach dem Start in der Klosterstraße, danach auf dem Parkplatz vor Expert im Industriegebiet Süd und bei der Rückkehr ab 14.30 Uhr gegenüber dem Aldi-Auslieferungslager. Der Motorclub Rinteln im ADAC hat zur Unterhaltung der Zuschauer die Ernst-Johann-Original-Jazzband zu einem zünftigen Jazz-Frühschoppen nach Rinteln geholt. Die Spitzenband, benannt nach dem Gründer der Privatbrauerei Ernst Barre in Lübbecke, spielt von 13 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz - hier gibt es auch Speis und Trank. Die Band, bekannt für fetzigen Swing wie Oldtime-Jazz, war unter anderem in der "Aktuellen Stunde" im Fernsehen zu hören und hat die Grüne Woche in Berlin eröffnet. Oldtimerfahren, so schildert Hans-Erich Scheffler vom Organisationsteam der Rallye, sei populärer denn je: 185 Teilnehmer hätten sich diesmal gemeldet, aus organisatorischen Gründen habe man aber nur 140 Starter annehmen können. Die kommen ausganz Deutschland und Holland, damit sei die Rallye auch eine "ausgezeichnete Werbung für Rinteln und das Weserbergland". Die Zuschauer - Scheffler geht davon aus, dass auch viele Gäste aus dem Umland kommen - dürfen sich auf Fahrzeuge aus allen Epochen freuen. Die ältesten Fahrzeuge sind ein Charron von 1907 und ein REO (1912). Dabei sind wieder Rolls-Royce und Opel Roadster, die 1936 auf die Straße kamen. An den Start gehen selbstverständlich auch heute noch bekannte wie einst heiß geliebte Mobile wie eine BMW Isetta, die "Knutschkugel", der berühmte Mercedes SL (die "Pagode"), der Citroën DS und viele andere Alltagsmodelle. Es ist dieses klassische Parfüm aus Öl, Gummi, Leder und Benzin, das an Oldtimern fasziniert, ein Flair, das die plastifizierten Neuwagen längst verloren haben. Und bei Oldtimern ist vieles Handarbeit. Unvergessen der schwergängige Seilzug beim Opel-GT, den man über einen kurzen Schaltknüppel betätigen musste, um die Scheinwerfer auszuklappen. Woraus der Witz entstand: "Woran erkannt man einen GT-Fahrer? Am dicken rechten Unterarm - Licht an, Licht aus, Licht an, Licht aus!"

Auch in diesem Jahr wieder am Start: Der REO "The fifth Raceabou
  • Auch in diesem Jahr wieder am Start: Der REO "The fifth Raceabout" von Christian und Liesel Schrenk aus Bückeburg - mit Baujahr 1912 das zweitälteste Fahrzeug. Foto: Archiv/tol


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