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Die Fassade des Kreishauses ist von Grund auf neu gebaut worden / Verbesserter Wärmeschutz

Ein neues "Gesicht" für 3,2 Millionen Euro

Landkreis (jl). Das Kreishaus an der Jahnstraße in Stadthagen hat über zwei Jahre hinweg ein völlig neues "Gesicht" - sprich eine runderneuerte Fassade - bekommen. Die große Sanierung hat knapp 3,2 Millionen Euro gekostet und steht kurz vor der Vollendu ng.

veröffentlicht am 05.09.2008 um 00:00 Uhr

Uwe Drinkuth (links) und Steffen Mitschker haben das neue "Gesic

Die Zeiten der dominanten Grautöne an der Außenhaut des Verwaltungsklotzes sind vorbei. Schwarze Aluminiumblenden prägen das neue Gesicht sehr stark. Dahinter verbergen sich Lamellenrollos für den Sonnenschutz. Diese Komponenten stellen nach den Schilderungen von Uwe Drinkuth und Steffen Mitschker vom Kreisbauamt aber eher nützliche Nebeneffekte der millionenschweren Sanierung dar. In deren Mittelpunkt haben die Fenster und deren Drumherum gestanden, wobei Letzteres nichts weniger als die komplette Fassade ist. Das liegt laut Drinkuth an dem Konstruktionsprinzip des 1969 errichteten Hauptgebäudes. Dabei sitzen die Fenster in sogenannten Brüstungselementen, die jeweils an den Geschossdecken befestigt sind. Das bedeutet beim Fensteraustausch eine Demontage des gesamten Elementes. In diesem Fall wurde alles komplett entsorgt: die Fenster, die zum Teil nicht mehr zuöffnen waren, weil sie extrem durchhingen und die Brüstungen. Diese bestanden laut Drinkuth aus vier Zentimeter Dämmung und zwei Deckplatten. "Damals hat der Liter Heizöl noch acht Pfennig gekostet", wies der Planer mehr scherzhaft auf den heute bitterernsten Faktor Energiekosten hin. Um diese zu dämpfen, ist beim "Lifting" eine ganze Menge passiert. So ist die Dämmung in den neuen Fassadenelementen viermal so dick wie die alte, und auch die Fenster sind wesentlich intensiver gedämmt. Nebenbei sind diese auch nicht mehr so großflächig wie jene aus dem Baujahr 1969. Zudem haben parallel die Elektriker Sensoren eingebaut, die die Heizkörper bei geöffneten Fenstern herunterregeln - und gegen den sogenannten Standby-Verbrauch von Computern und anderen Geräten gibt es jetzt abschaltbare Steckdosen Das große Bauprogramm hat im vergangenen Jahr an der Rück- oder Westseite des Kreishauses begonnen und ist an der Ost- oder Frontseite in diesem April fortgesetzt worden - "bei laufendem Betrieb", wie Mitschker erklärte, der zusammen mit Drinkuth den Baufortschritt überwacht. Laufender Betrieb hat für die betroffenen Mitarbeiter der Kreisverwaltung außer Baulärm und andere Nebenerscheinungen für mehrere Tage Arbeit hinter einer Bretterfassade bedeutet. Das ist bis auf einige Restarbeiten Geschichte. Bis Ende des Monats wird die Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen Fricke (Nienstädt), Rösemeier (Obernkirchen), Weser Aluminiumbau (Nienburg) und Elektro Tünnermann (Rolfshagen) die Großbaustelle räumen.

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