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Ortsrat will einen Rahmenplan für die Dorfentwicklung erarbeiten / Planer begleitet das Vorhaben

Ein Netzwerk soll die Zukunft vorbereiten

Vehlen (sig). Wie soll das Dorf in 50 oder 100 Jahren aussehen? Welche Strukturen möchte man vorgeben? Wie kann man zusammenfügen, was sich in den vergangenen Jahrhunderten unterschiedlich entwickelt hat? Solche und ähnliche Fragen möchte der Ortsrat zusammen mit anderen interessierten und engagierten Einwohnern in der nächsten Zeit beantworten. Dafür soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

veröffentlicht am 13.01.2007 um 00:00 Uhr

Wolfram von Lange

Der Stadt- und Regionalplaner Wolfram von Lange aus Hannover nahm zu diesem Vorhaben in einer Sitzung des Ortsrates Stellung. Er zeigte die Wege zu einem Rahmenplan für die angestrebte "Dorferneuerung" auf. Er ist ein Fachmann auf diesem Gebiet und hat schon 16 Orte bei diesem Vorhaben begleitet. "Es macht Sinn, jetzt nach der gelungenen 950-Jahr-Feier in Vehlenüber die Zukunft nachzudenken", stellte der Architekt zu Beginn seiner Ausführungen fest. Schließlich habe sich hier im letzten halben Jahrhundert sehr viel verändert. Das einstige Bauerndorf besitze heute nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe. Der Referent machte klar, dass es darum gehe, drei Teilbereichen gerecht zu werden und sie in das Gesamtkonzept einzubinden. Er nannte jenenälteren Ortskern, der früher von landwirtschaftlichen Höfen geprägt war, die sich daran schließenden Wohngebiete und den östlichen Teil, der unmittelbar an die Kernstadt von Obernkirchen grenzt. Ein Thema für ihn ist in diesem Zusammenhang eine Tempobegrenzung für die Vehlener Straße, die auch die Hauptschlagader des Dorfes darstellt. Es geht bei allen anstehendenÜberlegungen natürlich vordringlich um die Chance, durch das Einhalten von Förderrichtlinien und durch das Berücksichtigen der Vorgaben zur Raumordnung und Landesplanung Zuschüsse zu bekommen. Auf der einen Seite möchte man das hier vorhandene typische Landschaftsbild erhalten und die Belangedes Natur- und Umweltschutzes bedenken, aber auch den Ort als Wohn-, Sozial- und Kulturraum weiter entwickeln. Dazu gehören neue Baugebiete und die Gewerbeflächen sowie eine Stärkung des dörflichen Gemeinschaftslebens. In einer sich anschließenden Aussprache plädierten beide Fraktionen des Ortsrates für eine erste Zusammenkunft, zu der auch Vertreter örtlicher Vereine, der Kirche und der Feuerwehr sowie Angehörige der verschiedenen Altersgruppen eingeladen werden sollen. Vorgesehen ist dafür eine Zusammenkunft am 17. Februar. Uhrzeit und Treffpunkt werden noch festgelegt. Wolfram von Lange wird die Einführung übernehmen und dann auch eine Reihe von Dias aus dem Ort sowie Karten zeigen. In der Zwischenzeit erwartet er bereits etliche Meinungen, Anregungen und Vorschläge aus dem Kreis der Ortsratsmitglieder. Deshalb wurden bei der Sitzung Adressen und E-Mail-Anschriften ausgetauscht. Sowohl Ernst Völkening (CDU) als auch Horst Sassenberg (CDU) können sich vorstellen, dass die Mitglieder des "Historischen Arbeitskreises", die an der Dorfchronik arbeiten, in diesem Netzwerk mitwirken. Der Ortsrat hat für diese Initiative die Zustimmung des Rates der Bergstadt erhalten. Startmittel für diese erste Planungsphase stehen bereit.

Ein Kernbereich, der eingebunden werden muss: Heute gibt es im O
  • Ein Kernbereich, der eingebunden werden muss: Heute gibt es im Ort nur noch wenige landwirtschaftliche Höfe. Fotos: sig


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