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Max-und-Moritz-Skulptur im Wiedensahler Kreisel freigegeben

Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk

Wiedensahl (jl). In Wiedensahl ist sie seit einigen Tagen Gesprächsstoff, und für Autofahrer, die durch den Kreisel kurven, ein neuer Blickfang: die Max-und-Moritz-Skulptur. Seit Beginn dieser Woche hat das Kunstwerk aus Cortenstahl auch alle amtlichen Weihen. Bürgermeister Helmut Schaer und Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier haben "die Kunst auf der Straße" offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

veröffentlicht am 28.04.2007 um 00:00 Uhr

Max und Moritz im Wiedensahler Kreisel: Landrat Heinz-Gerhard Sc

Schaer befand, dass da "ein sehenswertes Kunstwerk", entstanden sei -"auch wenn es dem einen oder anderen missfällt". Der Bürgermeister erinnerte an die heftigen Diskussionen um die Nanas in Hannover, die zunächst niemand haben und dann keiner mehr hergeben wollte. Der SPD-Politiker gab zu, dass sich der Rat mit der Gestaltung der Kreiselmitte "schwer getan" hat. Das Thema sei Mitte 2005 auf den Tisch des Rates gekommen. Zeitweilig hatte es mehr als ein halbes Dutzend Vorschläge gegeben. Übrig geblieben seien ein Vorschlag von ihm für eine Steinplatte mit dem Kopf von Wilhelm Busch sowie eine Stahlplatte von Ratsmitglied Rolf Harmening. Diese Platte hatte Kreisbauamtsleiter Fritz Klebe zum stilisierten großen Blatt aus Cortenstahl auf einem Sandsteinsockel weiterentwickelt und damit den Rat Ende vergangenen Jahres mehrheitlich für die jetzige Skulptur gewonnen. Seitdem der Steinkoloss mit dem geschwungenem Stahlblatt installiert worden ist, hat er deutlich an Farbintensität zugenommen, wie Harmening am Rande der kleinen Feier bemerkte. Der gewollte Edelrost-Effekt werde noch stärker. Und bei diesem Prozess werde die eingeritzte Max-und-Moritz-Szene mit dem Hühnchen-Klau bei Witwe Bolte auch immer besser sichtbar, war sich Harmening sicher. Zu den Diskussionen über das Für und Wider im Ort merkte er an, dass dies zeige, dass das Kunstwerk Beachtung finde, "sonst wäre es langweilig und keine Kunst". Auf jeden Fall entfalte der Stahl bei Sonnenuntergang eine enorme Leuchtkraft. Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier sah die Sache so: "Wenn schon der Verkehr am Ort vorbei geleitet wird, wird so jeder an Wilhelm Busch erinnert". Die Skulptur sei ein nachträgliches Geschenk für den berühmten Wiedensahlers zum 175. Geburtstag. Das wird übrigens durch eine kleiner Plakette unterstrichen, die Landrat und Bürgermeister gestern vor Publikum an den Sockel geschraubt haben. Sie enthält das Geburtsdatum des Künstlers und das gestrige Datum. Kosten wird die Kunst rund 8000 Euro, die sich Landkreis und Gemeinde je zur Hälfte teilen.



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