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Gelungenes Gospelkonzert zum Jubiläum: Viel Zustimmung für Kirchenchor und Bariton in der Stiftskirche

Ein mitunter ganz sanftes spirituelles Feuerwerk

Obernkirchen. Was sind Gospels? Mit tiefem Glauben verbundene schwarze geistliche Musik, spontane Lebensfreude, Gebete um Liebe und Frieden, ein spirituelles Feuerwerk, das mitunter ganz sanft werden kann und Höhen sowie Tiefen des Daseins gleichermaßen erfasst. Wer sich davon überzeugen wollte, der hatte dazu beim Jubiläumskonzert von Regina Ackmanns nunmehr 20-jährigem Kirchenchor in der gut besuchten Stiftskirche beste Gelegenheit.

veröffentlicht am 13.11.2007 um 00:00 Uhr

Uwe Meier

Autor:

Dietlind Beinßen

Beliebte Titel wie "Kum ba yah, my Lord", "May the Lord send angels" oder "Let us break bread together" erklangen da nicht in kitschigen, sondern in geschickten, anspruchsvollen Sätzen. Wobei die Kantorin ihre Sängerschar - häufig vom Klavier aus - ebenso temperamentvoll wie präzise führte - denn bei solch raffinierten Rhythmen ist es nur mit "feeling", dem Gefühl allein, nicht getan. Von guter Vorbereitung zeugten zudem das fröhliche "Holy" aus der "Mass of joy" sowie der mit allerlei dynamischen Feinheiten gespickte "Song of joy". Homogen und um Stimmungsgehalte bemüht, steuerte die liebevoll geschulte Crew ferner das muntere "Siya hamb´e" bei, um sich später dem ruhigen "Nobody knows the trouble" und dem besinnlichen "Sometimes I feel like a motherless child" zuzuwenden. Auch das langsame "Swing low, sweet chariot" und das temperamentvolle "Go, tell it on the mountain" gefielen im Kirchenschiff, zumal sich die vierköpfige Herrenriege in diesem bunten Damenreigen als verlässliche Stütze erwies. Ein Gewinn für den von Pastor Herbert Schwiegk moderierten Abend war die Mitwirkung des Baritons Uwe Meier aus Frankfurt. Der in Obernkirchen wohlbekannte Sänger verstand es, beim Publikum Emotionen zu wecken, denn sein flexibles Organ verfügte über genügend Kraft und Vitalität, um sich über die Gospel-und Spiritual-Themen mit viel Herzblut auslassen zu können. Als der Vokalist inbrünstig "Didn´t my Lord deliver Daniel?" und "I´ve been in the storm so long" vortrug, und er mit "Joshua fit the battle of Jericho" noch einen draufsetzte, kam nicht nur sein Blut in Wallung. Mit resonanzreichem Timbre, genügend Pathos und Schauspieltalent entwickelte der Solist außer "Deep river", "I want to be ready", "Hard trials" und dem sinnlich-klangvollen "There is a balm in Gilead" weitere Arrangements, deren Stimmungsgehalte überzeugend getroffen wurden. Zum Schluss gab es eindeutige Sympathiekundgebungen für Regina Ackmanns Team und Uwe Meier. Da musste eine herzlich erklatschte Zugabe mit allen Beteiligten folgen - das tat sie auch.

Regina Ackmann
  • Regina Ackmann


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