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Versammlung mit Paukenschlag

Ein letztes Mal mit Kreisvorsitzendem Lothar Hahlbrock

veröffentlicht am 06.04.2017 um 00:00 Uhr

Kreisvorsitzender Lothar Hahlbrock (re.) zeichnet Jörn Nachtigall als „Schütze des Jahres 2016“ aus. FOTO: AR
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Rudi Rudolph Reporter

BAD PYRMONT. Im Holzhäuser „Lindenhof“ blieben zahlreiche Plätze frei, als der Kreissportschützenverband seine Delegiertenversammlung über die Bühne brachte. Immerhin kamen 102 Stimmberechtigte zusammen, obwohl von den 49 in dem Verband organisierten Vereinen nur 27 mit Abordnungen vertreten waren. Mag es an der Tagesordnung gelegen haben, die keine Vorstandswahlen beinhaltete und daher eher eine Routinesitzung vermuten ließ, jedenfalls versäumten die Abwesenden einen wahren Paukenschlag. Der langjährige Kreisvorsitzende Lothar Hahlbrock kündigte an, dass dies die letzte Delegiertenversammlung unter seiner Leitung sei und dass seine letzte Amtshandlung die Kreiskönigsproklamation sein werde. Er nannte als Ursache private Gründe, auf die er nicht näher eingehen wollte.

Der Schock stand den Delegierten ins Gesicht geschrieben, hatte Hahlbrock doch bis dahin die Versammlung zügig, straff und zielgerichtet ablaufen lassen. Die Forderung aus dem Plenum, sofort die Neuwahl eines Kreisvorsitzenden durchzuführen, konterte Lothar Halbrock mit dem Hinweis auf immerhin drei stellvertretende Vorsitzende, die eine normale Führung des Verbandes durchaus gewährleisten würden. Daher könne bei der nächsten Mitgliederversammlung eine Wahl gut vorbereitet und ohne Hektik stattfinden.

Zuvor hatten mehrere Gäste, darunter Bürgermeister Klaus Blome und der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann, auf die Bedeutung des Schützenwesens für das Ehrenamt hingewiesen, auf den Zusammenhalt und die Geselligkeit unter den Schützen sowie auf die Bedeutung der Vereine für die Demokratie.

Kreisvorsitzender Lothar Hahlbrock (re.) mit den Geehrten. FOTO: AR
  • Kreisvorsitzender Lothar Hahlbrock (re.) mit den Geehrten. FOTO: AR

Da die Berichte der verschiedenen Spartenleiter schriftlich vorlagen, konnten diese auch ohne weitere Aussprache verabschiedet werden, zumal sich das Schützenjahr bei den Vereinen insgesamt durchschnittlich gezeigt hatte. Einen Rüffel gab es allerdings für die Bogensportler, die es nicht geschafft hatten, einen Jahresbericht zu verfassen.

Bemerkenswert ist die Entwicklung des Mitgliederstandes, denn das verbreitete Jammern über sinkende Mitgliederzahlen trifft nur bei einigen Vereinen zu. Denn andere schaffen es, wie die Statistik ausweist, ihre Leute bei der Stange zu halten oder sogar zuzulegen, sodass sich der Mitgliederschwund analog zur gesellschaftlichen Entwicklung recht moderat darstellt.

So kann der nächste Kreisdelegiertentag 2018 völlig undramatisch in Kirchohsen stattfinden, um den darauf folgenden im Jahr 2019 bewarb sich schon einmal Präsident Sebastian Eicke für den Holzhäuser Schützenverein und erhielt einstimmig den Zuschlag.

Mit Jörn Nachtigall ehrte Lothar Hahlbrock den „Schützen des Jahres 2016“, weiterhin wurden mit der Verdienstnadel/Präsidentennadel folgende Schießsportler geehrt: Christel Becker, Theodor Edel, Werner Rabenhorst, Steffen Knaf und Bernfried Rose, alle aus Hameln.

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