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In Nieheim bei Bad Driburg existiert seit Anfang Juni das Drive Resort Bilster Berg

Ein Kurs für höchste Ansprüche

veröffentlicht am 22.06.2013 um 00:00 Uhr

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Autor:

Burkhard Assmus

Rund 40 000 Besucher säumten jetzt eine Attraktion in der Nähe von Nieheim bei Bad Driburg. Grund war die Eröffnung der wohl „geilsten 4,2 Kilometer der Welt“, wie es mehrfach von ganz offizieller Seite als auch von ersten Testfahrern zu vernehmen war. Mit dem Drive Resort Bilster Berg können die Nordrhein-Westfalen mit einer Test- und Präsentationsstrecke am Teutoburger Wald aufwarten, die zu fast 100 Prozent auf positive Resonanz stößt.

Um bei den 100 Prozent zu bleiben: Der Bilster Berg ist zu genau diesem Wert durch Privatinvestoren (Anteilseignern) finanziert. Was sich auf dem ehemaligen Munitionsdepot der NATO-Rheinarmee in Zukunft alles so abspielen wird, darüber sind sich die Besitzer bereits jetzt im Klaren. „Auf dieser zu den fahrerisch anspruchsvollsten Anlagen Europas gehörenden Strecke wird es neben Fahrzeugpräsentationen der Automobilindustrie auch Fahrwerks- und Komponententests geben. Abstimmungsfahrten zur Feinjustierung elektronischer Fahrregelassistenzsysteme in sportlichen Fahrzeugen wird es genauso geben wie Fahrtrainings durch Automobilclubs“, so ein Anteilseigner. Auch wer die 4,2 Kilometer lange Strecke für eine private Veranstaltung mieten möchte, ist am Bilster Berg bestens aufgehoben.

Nach der Segnung der Fahrbahn ging es für die Investoren auf die ersten Testrunden einer Strecke, die es ohne Zweifel in sich hat und die auch für erfahrene Rennfahrer eine Herausforderung sein wird. Formel-1-Streckenplaner Hermann Tilke hat dem Kurs seine Visitenkarte aufgedrückt, und auch der mehrfache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl war an der Planung beteiligt und begeistert. Auf 4,2 Kilometer Asphalt wurden 19 Kurven sowie 44 Kuppen und Wannen in atemberaubender Kombination installiert – ganz zur Freude autobegeisterter Besucher.

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Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung gehörten Fahrzeugpräsentationen exklusiver Hersteller wie zum Beispiel Bentley, Wiesmann oder auch McLaren. Der ehemalige Rennfahrer Derek Bell gab sich bei Bentley die Ehre und das Unternehmen VW-Nutzfahrzeuge sorgte mit einem umgebauten T1 als Renntaxi für die Extraportion Speed. Viele der Besucher erlebten die Strecke aber auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive: Sie legten die 4,2 Kilometer zu Fuß zurück und kamen auf Rundenzeiten, die sich zukünftige Nutzer der Anlage mit ihren PS-Boliden nicht unbedingt wünschen.

Die ersten offiziellen Runden waren für die Anteilseigner reserviert und sehr exklusive Marken waren an diesem Wochenende ebenfalls vertreten.



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