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Aus Forum Minden wird Domhof-Galerie / Modell zeigt das 80-Millionen-Euro-Einkaufscenter

"Ein Konzept, das in die Innenstadt passt"

Minden (mt). "Es handelt sich nicht um ein Mega-Einkaufszentrum, sondern um ein Konzept, das sich in die Mindener Innenstadt einpasst." Bürgermeister Michael Buhre fand klare Worte für die "Domhof-Galerie", die die Düsseldorfer Investorengruppe Multi Development Germany GmbH (MD) am Standort des jetzigen "neuen" Stadthauses und im Bereich des Rathaus-Innenhofes plant.

veröffentlicht am 28.10.2006 um 00:00 Uhr

Die großzügig gestaltete Mall.

Aktueller Grund für Buhres Positionierung: MD-Geschäftsführer Axel Funke, Stellvertreter Hein Nanninga, der für das Mindener Einkaufscenter-Objekt zuständige MD-Projektentwickler Oliver Quint und der MD-Partner bei diesem 80-Millionen-Euro-Vorhaben von der Landes-Entwicklungsgesellschaft (LEG), Geschäftsführer Dr. Uwe Günther, präsentierten Vertretern aus Rat, Verwaltung, Domgemeinde und Einzelhandel das im Maßstab 1:200 gebaute Modell des Komplexes, der im Herzen der Stadt entstehen soll. Ursprünglich als Arbeitstitel "Forum Minden" genannt, verortet der neue Arbeitstitel "Domhof-Galerie" nun verhältnismäßig genau die Lage des Einkaufszentrums mit seinen rund 18 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, etwa 1000 Quadratmetern Gastronomie und darüber liegenden Büro- und eventuell Wohnflächen zwischen den beiden Domhöfen. "Der Name macht aber auch den lokalen Bezug deutlich, der uns wichtig ist", sagt MD-Chef Axel Funke. Transparent, aber auch durch Teile der alten Stadthausfassade bestimmt zeigt sich das Modell des Einkaufscenters zum Großen Domhof hin. "Hier ist auch der Elektroniker geplant, der großes Interesse an Minden zeigt und sicher kommen wird", gibt Axel Funke einen Ausblick auf das, was noch kommen soll. Kleinteiliger ist die Gestaltung in Richtung des Kleinen Domhofes. Einem Disneyland-Charakter gibt Funke eine deutliche Absage. Hier würde von der Gestaltung her ein Stück gelebte Innenstadt aufgenommen, gebaut werde in für die Stadt typischen Materialien: "Das wird keine Showfassade." Auch zum Scharn hin, genauer gesagt zwischen altem Rathaus bis zur Passage Am Rathaus, werden bekannte Gebäudestrukturen aufgenommen. Wie sich die Fassade entlang der Stichstraße Am Rathaus in Zukunft einmal zeigen könnte, ist dagegen derzeit noch völlig offen. Deutlich macht das Modell, das kürzlich im Rathaus besichtigt werden konnte, wie der Gesamteindruck des Einkaufscenters in diesem sensiblen Innenstadtbereich sein könnte. Die offene Innengestaltung mit dem Glasschiebedach, aufgesetzte "Häuser", die die unterschiedlichen Haushöhen in der Innenstadt widerspiegeln, die großzügige Platzgestaltung auf dem Großen Domhof und die Einfahrtsituation über die verkürzte Vinckestraße, wobei MD-Projektentwickler Oliver Quint ausdrücklich betont, dass die jetzt im Modell für die Einfahrt in die Galerie-Tiefgarage vorgesehene Platzierung nicht die endgültige sein wird. Eine neue Entwicklung zeichnet sich bei der Nutzung der Flächen über den Einzelhandelsbereichen ab. Gemeinsam mit der LEG geht Multi Development im Moment eine Planung für das Rathaus an. Denn wenn das jetzige Stadthaus aus dem Jahr 1978 dem Einkaufscenter weicht, müssen die Beschäftigten einen neuen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt bekommen. Gabes bislang vor allem Überlegungen die unter anderem in Richtung Rathaus-Neubau am Dreiecksplatz oder auf dem Grundstück des Klinikums II reichten, überdenken die Investoren jetzt eine Möglichkeit, Teile der Domhof-Galerie für das Rathaus zu nutzen. Ob dann auch noch Wohnraum vorgesehen werden kann, bleibt erst einmal offen. Aber auch diese Option werde weiter verfolgt, betonen Quint und Günther. Nach dem Gastspiel in Minden wird das Galerie-Modell auf der Fachmesse für Gewerbeimmobilien, der Expo Real in München, von MD präsentiert. Damit bekommen die Centerplanungen in Minden auch ein wenig Weltflair.

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