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Motorradlärm

Ein Kompromiss ist notwendig

Zu: „Schluss mit dem Motorradlärm“, vom 3. Juli
Es ist sehr begrüßenswert, wenn sich auch die heimische Politik dieses Themas annimmt. Der Weg, den Bodenwerders Stadtdirektorin Tanya Warnecke einschlägt, die Zusammenarbeit mit Landrat Michael Schünemann zu suchen, ist sicher ein richtiger.

veröffentlicht am 03.08.2020 um 22:57 Uhr

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Nur, wie angedacht, allein mit höherer Polizeipräsenz und verstärkten Kontrollen wird das Vorhaben kaum zu erreichen sein. Nach meinen Beobachtungen stellen nämlich nicht nur die „schwarzen Schafe“ unter den Motorradfahrern, die ihre Maschinen manipulieren, Rennen veranstalten oder dergleichen das Hauptübel dar, sondern das Grundproblem besteht in der insgesamt großen Masse an Motorradfahrern, die an jedem Wochenende und an Feiertagen, zum Teil von weit herkommend, ins Weserbergland geradezu einfällt. Dabei machen auch die Motoren der sich an die Regeln haltenden Fahrer wahrlich genug Krach, was erheblich zum unerträglichen Dauerlärm beiträgt. In erster Linie für Menschen, die ihren Wohnsitz an den bevorzugten Bikerstrecken haben, ist dieser Zustand wirklich eine Zumutung, wenn nicht sogar gesundheitsgefährdend. Aber auch Radfahrern, zu denen ich zähle, die auch mal gerne auf Straßen abseits des Weserradwegs unterwegs sind, wird deren Hobby erheblich verleidet.

Um eine mindestens halbwegs gerechte Lösung zu erzielen, wird man um eine, wie auch immer geartete, Einschränkung für Motorradfahrer nicht herumkommen. Ob eine Sperrung der sogenannten Hotspots, wie beispielsweise die Strecke über den Rühler Berg, verkehrstechnisch durchsetzbar ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Daher wäre es für die leidgeprüften Anrainer sicher optimal, wenn ein generelles Fahrverbot für Motorräder an Wochenenden angeordnet würde. Dieses wird ja bereits sogar schon im Bundesrat diskutiert. Mich plagen allerdings Zweifel, ob die mächtige Lobby von BMW, Kawasaki und Co. solches zulassen wird. Einen Kompromiss zwischen beiden Antipoden kann ich mir aber dergestalt vorstellen, indem vorgeschrieben wird, dass in den Monaten von April bis September beispielhaft an kalendarisch ungeraden Wochenenden ein Fahrverbot für Motoräder gilt, während an geraden Wochenenden gefahren werden darf. Somit können sich beide Seiten auf das jeweilige Wochenende einstellen.



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