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Konzert in St. Cosmas und St. Damian / Organist Jan Jansenüberzeugt / Pierre Mak glänzt am Cembalo

Ein Holländer brilliert an der Königin der Instrumente

Petzen (mig). Unter dem Motto "...aber die Liebe ist die größte unter ihnen" hat am Sonntag ein viel beachtetes Konzert in der St. Cosmas und St. Damian Kirche Petzen stattgefunden. Dem Gedenktag entsprechend, wurden Werke von Johannes Brahms und Jan Pieterszoon Sweelinck aufgeführt.

veröffentlicht am 23.11.2007 um 00:00 Uhr

Viel beklatscht: Jan Jansen (Orgel, Cembalo), und Bariton Pierre

Wobei sich letzterer als wirkliche Entdeckung herausstellte. Die Variationenüber "Mein junges Leben hat ein End" waren in ihren Wechseln besonders schwer zu spielen und zeigten dem Publikum gleich zu Beginn, wie großartig Organist Jan Jansen sein Instrument beherrschte. Der holländische Musiker spielte aber nicht nur an der "Königin der Instrumente", sondern begleiteteauch Bariton Pierre Mak am Cembalo. Der glänzte vor allem in den "Variationen über die Liebe an" (Jansen); dem "Amore traditore, Kantate BWV 203" von Johann Sebastian Bach mit den Sätzen "Arie", "Rezitativ" und "Arie". "O Liebe du Verräterin, von dir sag ich mich frei, so werf ich ab die Ketten, mich aus der Qual zu retten", sang Mak, der auch in höheren Lagen sicher wirkte. Nach der schnellen und fehlerfreien "Toccata D-Dur BWV 912" von Bach, nahm das Musikerduo "Vier ernste Gesänge nach Texten der heiligen Schrift" (Johannes Brahms) in Angriff. Das musikalische "Vanitas"-Motiv ("Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh, wie dies stirbt, so stirbt er auch") übersetzte Mak mit viel Einfühlungsvermögen, aber ohne falsches Pathos. Den Abschluss eines besonderen Konzertabends bildete dann nach Bachs "Trisonate d-Moll BMV 527" (wieder großartig in seinen Phrasierungen: Jan Jansen) Franz Liszts "Der Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi". Mak brachte das schwierige komplexe Stück mit viel Ausdruck in Stimme und Gestik - insgesamt eine großartige Leistung des jungen Bariton.



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