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Spontangratulation für Frischvermählte / Premiere für Stadthagens neues Stadtoberhaupt

Ein Hoch aufs Fürstenpaar beim Schützenfest

Stadthagen (sk/ssr). Ist auch sonst jeglicher Höhepunkt des Historischen Schützenfestes streng traditioneller Natur, so ging es gestern im Zuge der fürstlichen Hochzeit auch einmal ganz spontan zu: Es war zwar geheim gehalten worden, doch Bernd Koller, Hauptmann der Zweiten Quartierschaft, hatte es aus verzweigten Bückeburger Quellen irgendwie spitz gekriegt: Nach ihrer standesamtlichen Trauung speisten Alexander zu Schaumburg-Lippe und seine Stunden zuvor ihm angetraute Gattin Nadja Anna im Stadthäger "Torschreiberhaus" zu Mittag. Koller sorgte spontan dafür, dass die Chargierten und Rottbrüder der Quartierschaft vor dem "Torschreiberhaus" Aufstellung nahmen und ein Ständchen anstimmten.

veröffentlicht am 29.06.2007 um 00:00 Uhr

Chargierte und Rottbrüder der Zweiten Quartierschaft gratulierte

Durch die Klänge von "Hoch soll'n sie leben" animiert, zeigte sich das Brautpaar zunächst am Fenster und schritt dann gemeinsam mit Alexanders Sohn Heinrich-Donatus, Brautmutter Eleonore Zsoeks und Trauzeugin Vera Wagener vor die Tür, um Glückwünsche entgegen zu nehmen und sich für die Aufmerksamkeit zu bedanken. Das 612. Historische Schützenfest lockte jedoch nicht nur hungrige Bückeburger an: Viele berstend volle Rottzelte und blauer Himmel beim Ausmarsch prägten das Bild. "Wir hatten keinen Platz mehr zum Sitzen."Über die mangelnde Möglichkeit zum Ausruhen hat Schützenfest-Kenner Jochen Brandt sich nicht etwa beschwert. Im Gegenteil. Brandt freute sich über die riesige Resonanz, die die Rottquartiere gestern Morgen erfuhren. "So voll war es noch nie", staunte Brandt beim kurzen Rückbesinnen auf die Schützenfeste der vergangenen 25 Jahre. Im Amtspfortenrott etwa habe man nicht mehr gewusst, wo man weitere Stühle und Tische herbekommen sollte. Heute Vormittag wird fröhlich weitergefeiert in den Rotts - und am Abend schwungvoll getanzt beim großen Ball in der Festhalle. Hochoffiziell war es am Abend zuvor zugegangen. Das Beisammensein der 250 Honoratioren aus Stadthagen und umzu hatte man diesmal in den historischen Saal des Alten Rathauses verlegt: Lob für die spürbar angenehmeren Raumtemperaturen und den netten Service. Die Gäste wurden dabei einer zweiten Neuheit teilhaftig: Bürgermeister Bernd Hellmann startete in seine Schützenfest-Premiere als Stadtoberhaupt. Unter Verzicht auf mittelprächtig gelungene Witzchen und derbe Sprüche, die in den vergangenen Jahren an dieser Stelle gelegentlich zu Gehör gebracht worden waren, tat er gut gelaunt kund: "Freude und Fröhlichkeit gehören in den nächsten Tagen an erste Stelle." Hellmann beschrieb die "fünfte Jahreszeit" im Lichte des traditionsreichen Schützenfest-Mottos: "Für Glaube, Sitte und Heimat". Beim Schützenfest allgemein, besonders in den Rotts, spiegele sich Sitte wieder, indem über soziale Verschiedenheiten hinweg Gemeinwesen gelebt werde - was über das Fest hinausreichen möge.

Auch ein Tuba-Spieler braucht mal Pause.
  • Auch ein Tuba-Spieler braucht mal Pause.
Matjes gab es mit und ohne Musik. Fotos: sk
  • Matjes gab es mit und ohne Musik. Fotos: sk
Unter blauem Himmel: Die Fahne der Ersten Quartierschaft zieht a
  • Unter blauem Himmel: Die Fahne der Ersten Quartierschaft zieht an den Honoratioren der Stadt vorbei.


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