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Sebastian Geisler als Präsident der Landeskirche eingeführt / 34-jähriger Jurist darf viele Hände schütteln

Ein herzliches "Willkommen" für den Neuen

Bückeburg (jp). Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang ist am Samstag Dr. Sebastian Geisler als neuer Präsident der Schaumburg-Lippischen Landeskirche eingeführt worden. Geisler tritt die Nachfolge von Dr. Michael Winckler an, nach dessen Ausscheiden 2006 das Amt verwaist war.

veröffentlicht am 31.03.2008 um 00:00 Uhr

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I m November des vergangenen Jahres hatte die Synode der Schaumburg-Lippischen Landeskirche den 34-jährigen Juristen zum neuen Präsidenten gewählt. Der aus Freiberg stammende Sebastian Geisler war zuvor als Referent im sächsischen Innenministerium tätig und hatte darüber hinaus einen Lehrauftrag an der Universität Frankfurt. "In der Zusammenarbeit mit Ihnen hoffen wir, dass unsere Visionen und Hoffnungen für die Zukunft unserer kleinen Kirche sich nicht auf ausgeglichene Haushalte beschränken", sagte Landesbischof Jürgen Johannesdotter bei seiner Ansprache im Rahmen des Festgottesdienstes. Es genüge nicht, sich eine gut situierte Kirche zu erträumen. "Wir haben manchmal mit heftigen Kämpfen darum gerungen, uns nicht mit der Sehnsucht nach dem nächsten Konjunkturhoch zu begnügen, sondern Ausgaben zu dämpfen. Das bleibt unsere Aufgabe, in lutherischer, reformierter und auch katholischer Nüchternheit." Den Monatsspruch aus der Bibel für April - "Seid stets bereit, jedem Recht und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt" (1. Petrus 3,15) - erachtete Johannesdotter als Appell zur Weitergabe des Glaubens an andere Menschen. "Gott hat uns angesehen. Das beschreibt die Bibel immer, als bräche damit die Sonne durch." Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst von Bläsern der Stadtkirchengemeinde und vom Gospelchor "Rhythm of Life". Eine Menge Hände hatte der neue Präsident der Schaumburg-Lippischen Landeskirche beim anschließenden Empfang im Joël-Le-Theule-Saal des Rathauses zu schütteln. Zahllose Vertreter aus der hiesigen sowie be nachbarten Evangelisch-Lutherischen Landeskirchen, derübrigen Konfessionen, der Städte und Kommunen sowie verschiedenster Vereine, Verbände und Institutionen gaben sich ein Stelldichein, um Dr. Sebastian Geisler in der Historischen Residenzstadt willkommen zu heißen. Ganz besonders begrüßte Landesbischof Johannesdotter unter den Gästen Sebastian Geislers Amtsvorgänger Michael Winckler, den Synodenpräsidenten Klaus-Dieter Kiefer, Dr. Robert Fischer, Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig, und den Vizepräsidenten des Kirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Friedrich Hauschildt. Ein besonderer Gruß galt außerdem Erika Maltusch, der Witwe seines Vor-Vor-Vorgängers im Amt des Landesbischofs. Synodalpräsident Klaus-Dieter Kiefer verwies in seiner Begrüßung auf die schwieriger gewordenen finanziellen Rahmenbedingen der Kirche. "Die Finanzmittel gehen zurück und unsere Mitgliederstruktur ändert sich. Daher werden wir Formen und Inhalte kirchlicher Arbeit überdenken müssen, um unsere Landeskirche zukunftsfähig zu machen und zu erhalten." Dies sei die gemeinsame Herausforderung für die nächsten Jahre. Weitere Willkommensworte für den neuen Kirchenpräsidenten sprachen Vize-Bürgermeister Horst Schwarze und Pfarrer Matthias Ziemens von der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien.



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