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Hausaufgaben gemacht: Für ihr Baugebiet setzen Besitzer und Architekt die Vorgabe des Ortsrates um

Ein Haus weg und ein Wendehammer hin

Krainhagen (rnk). Detlev Sassenberg, mit seiner Schwester gemeinsam Besitzer eines 5008 Quadratmeter großen Grundstückes, sowie Architekt Andreas Pisarsky haben ihre Hausaufgaben gemacht: Für ihre Baupläne "An der Bombeeke" haben sie die Zahl der Häuser um eins auf acht reduziert, es gibt keine Doppelhäuser mehr, und der für die Müllabfuhr verlangte Wendehammer findet sich im neuesten Entwurfauch. Damit sind alle Vorgaben des Ortsrates umgesetzt.

veröffentlicht am 03.02.2007 um 00:00 Uhr

So sieht die neue Planung aus: Acht Einzelhäuser und ein großer

Der Ortsrat, dem Sassenberg und Pisarsky in der letzten Sitzung ihre Pläne vorgestellt hatten, hatte sich durchaus schwer getan - und eine mögliche positive Entscheidung an die genannten Bedingungen geknüpft. Seit über zehn Jahren kämpft Sassenberg um "sein" Baugebiet. Dabei, so unterstreicht Pisarsky, handle es sich ja nicht um ein angestrebte Neubaugebiet, das ausgewiesen werden solle, sondern um ein einziges großes Grundstück, das grundsätzlich natürlich bebaubar sei. Allerdings, so Sassenberg, wolle er eine einvernehmliche Lösung, eine Lösung, die die Balance hält zwischen den Vorstellungen vom ihm und seinem Architekten, dem politischen Gremium und eben den jungen Familien, für die preisgünstig gebaut werden soll. Wobei, so unterstreicht Pisarsky im Gespräch, preisgünstig eben nicht billig heißt: "Kein Bauherrenhaus, bei dem es für viel Geld wenig Leistung gibt, sondern Häuser, wie ich sie mir als Architekt vorstelle". Pisarsky sieht sich dabei als Partner der künftigen Bauherren, der gemeinsam mit ihnen Vorstellungen entwickeln möchte, wie heute gewohnt werden kann: "Ich möchte den Qualitätsanspruch, den ich selbst habe, hier mit den Familien durchsetzen." Genau dies sei ja die klassische Rolle des Architekten. Es sind kleine Grundstücke, etwas über 600 Quadratmeter, die aber den Vorteil hätten, dass sie von jungen Familien bezahlbar wären, verweist Sassenberg auf die vielen großen Grundstücke, die im Ort eben nicht bebaut werden konnten, weil sich keine Interessenten fanden. Es sei die Aufgabe des Ortsrates, dafür Sorge zu tragen, dass sich eine Grundstruktur im Ort entwickeln könne, die es jungen Familien erlaube, hier bauen und leben zu können. Dass es ein ,Ort im Ort' werde, wie es der Ortsrat befüchtet, sieht Sassenberg nicht: Eine Hausgruppe werde dort entstehen, bei der viel Abstand zum Nachbarn vorhanden sei. Den immer wieder gezogenen Vergleich zum Bergdorf, wo die Häuser dicht an dicht stehen, kann er nicht nachvollziehen. Probleme mit der Entwässerung, wie sie Teile des Ortsrates befürchten, sieht Pisarsky nicht: Er habe mit einem Fachmann gesprochen, unlösbare Schwierigkeiten seien nicht zu erwarten. 120 Quadratmeter auf zwei Ebenen hat der Bielefelder Architekt bei seinen Plänen zugrunde gelegt, das reiche für zwei Familien mit zwei Kindern locker aus. Wem das aber zu wenig Wohn- und Lebensraum sei, bitte sehr: "Die Grundstücke haben noch Reserve, die Fläche für den Wohnraum ist noch nicht ausgereizt." Wie Sassenberg und Pisarsky betonten, könne sehr individuellgeplant werden, aber auch gemeinsam über ein einheitliches Erscheinungsbild gesprochen werden: Ein runder Tisch, an dem alle Interessenten versammelt sind und sich austauschen, ist für sie durchaus vorstellbar. Zwei Vorschläge hat Pisarsky für die Häuser selbst vorgelegt: Einmal ein Wohnhaus mit einem Pultdach, der zweite Vorschlag sieht zwei versetzte Pultdächer vor; je nach Vorliebe.

Detlev Sassenberg
  • Detlev Sassenberg
Andreas Pisarsky
  • Andreas Pisarsky
Der Architekt schlägt Pultdächer vor.
  • Der Architekt schlägt Pultdächer vor.


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