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Der 1. Hamelner Boule-Club Bouletown Rats von 2005 pflegt den französischen Kugelsport

Ein Hamelner Verein geht auf Schweinchenjagd

Im Zweifelsfall wird ausgemessen, welche Kugel am dichtesten am Schweinchen liegt: Clubmitglieder beim Boule-Spiel im Bürgergarten.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Birgit Sterner

Helmut Niehoff, Vorsitzender des 1. Hamelner Boule-Clubs Bouletown Rats, auf der Boulebahn an der Jugendwerkstatt: Hier trainieren die Clubmitglieder zweimal pro Woche, hier werden auch Turniere ausgetragen.

Fotos: git

Zum Boule-Spiel braucht man Kugeln, ein Schweinchen, ein Maßband und ein Tuch zum Abputzen der Kugeln.

Hameln. „Hallo, wollen Sie mitmachen?“ Mit diesem Satz werden Zaungäste beim Boule-Treff für jedermann im Bürgergarten begrüßt. Das erzählt Helmut Niehoff vom „1. Hamelner Boule-Club Bouletown Rats“. Einmal im Monat kann jeder, der Lust hat, samstags mit Mitgliedern des Hamelner Boule-Vereins wetteifern und versuchen, seine Kugeln so dicht wie möglich an der kleinen Holzkugel zu platzieren, die Boule-Spieler „Schweinchen“ nennen.

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Das Wort „Boule“ kommt aus dem Französischen und heißt Kugel. Den Boule-Sport gibt es sowohl in seiner Freizeit- als auch in seiner Turniervariante. Dabei treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Die Gruppen können aus drei Spielern (Triplette), zwei Spielern (Doublette) oder nur einem Spieler (Tête-à-Tête) bestehen. Es wird mit Metallkugeln gespielt. Zu den ersten Boule- oder Pétanque-Spielern in Deutschland gehörten französische Soldaten, die hier nach dem 2. Weltkrieg stationiert waren. Deutsche Frankreichurlauber sorgten später für die weitere Verbreitung dieses geselligen Freizeitsports. 1963 gründete sich in Bonn der erste deutsche Boule-Verein.

Gespielt wird zum Spaß und auf Turnierebene

Auch in Hameln wird auf Freizeit- und Turnierebene gespielt. Längst gibt es Boule-Bahnen im Bürgergarten und auf dem Werder. Zwei weitere Bahnen an der Jugendwerkstatt dienen den Bouletown Rats zu Freizeit- und Turnierzwecken. Denn zum Boulespiel braucht es nicht viel: eine Bahn aus festem Naturboden, geeignete Kugeln – und Spieler. Schon die erste Hamelner Boule-Stadtmeisterschaft im Jahr 2004 brachte viele Mannschaften auf die Beine. Danach aber waren die Spieler wieder auf sich gestellt. „Am Ende der Meisterschaft haben wir uns gefragt: Was nun?“, erzählt Helmut Niehoff. Es fehlten regelmäßige Angebote zu weiteren Boule-Aktivitäten. Und bis zur nächsten Meisterschaft war es noch lange hin.

Die späteren Gründungsmitglieder hatten sich, in verschiedenen Teams spielend, während der Stadtmeisterschaft kennengelernt. „Keiner kannte den Sport bis auf ein paar Informationen über die Grundregeln genauer“, sagt Niehoff: „Wir sind ganz unbedarft darangegangen und hatten einfach gemeinsam Spaß.“

Mit seinen „Boule-Schnecken“ hatte er 2004 unter 80 Mannschaften den 2. Platz in Hameln erspielt: Als Preis gab es Boulekugeln für alle vier Spieler. „Das motiviert“, stellt der Vorsitzende rückblickend fest. Im Herbst 2004 wurde zunächst der Boule-Treff gegründet. Niehoff: „Interessenten trafen sich einmal im Monat im Bürgergarten zum lockeren Freizeitboulen.“ Den Boule-Treff für jedermann gibt es jeden ersten Samstag im Monat noch immer. Während dieser Boule-Treffs reifte der Gedanke, sich in einem Verein zusammenzuschließen. Am 14. Juli 2005 gründete sich dann der 1. Hamelner Boule-Club Bouletown Rats mit zehn Gründungsmitgliedern. Seitdem geht es stetig bergauf mit dem Verein: Bereits nach einem Vierteljahr hatte sich die Mitgliederzahl verdreifacht. Einige Mitglieder wollten bald mehr als nur Freizeitspaß. Sie wollten sich auch außerhalb Hamelns mit Boule-Spielern messen. „Wir beantragten Lizenzen und meldeten uns zu Ligaspielen an“, schildert der erste Vorsitzende. Weitere Regelhefte wurden angeschafft, denn: „Das Boulespiel auf Ligaebene unterliegt weit strengeren Vorschriften als das Freizeitboule“, sagt Niehoff und fügt nicht ohne Stolz hinzu: „Unsere Erfolgsgeschichte als zielsichere Neueinsteiger setzt sich auf Ligaebene und bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften fort.“ Ziel sei jetzt die Qualifikation für die Bezirksmeisterschaften Die Bouletown Rats trainieren dreimal in der Woche, dienstags und donnerstags auf der Boule-Bahn am Expocafé und montags im Bürgergarten. Einmal im Monat treffen sich die Clubmitglieder zum Stammtisch.



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