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Gondelteich ist ein Juwel der Stadt

Ein Großteil der Pyrmonter Bürger ist gegen den Standort

Die Diskussion um den Standort des neuen Feuerwehrhauses am Gondelteich in Bad Pyrmont nimmt bizarre Formen an und bleibt nicht ohne Folgen in der Lokalpolitik.

veröffentlicht am 04.09.2020 um 23:03 Uhr

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Zu: „Unterschriften für und gegen den Gondelteich-Standort“, vom 31. August


Dass Feuerwehrleute Helden sind und Lebensretter ist doch völlig unbestritten, sie verdienen unser aller Hochachtung und Respekt. Aber muss deswegen das Feuerwehrhaus unbedingt am Gondelteich entstehen, in gigantischer Planung und ohne Sicherheit über die Bodenbeschaffenheit?

Selbst aus den Reihen der Feuerwehr gibt es Standortgegner. Und andere Standortvorschläge wurden nicht weiter verfolgt und vom Rat abgeschmettert. Wenn ein Feuerwehrmann aus der Theodor-Storm-Straße schnell zum Einsatz am Gondelteich gelangt, heißt das noch lange nicht, dass alle Feuerwehrleute so nah wohnen. Kollegen aus anderer Richtung müssten sich bei ihrer Anfahrt an Verkehrsregeln halten und, egal aus welcher Richtung, zwei bis drei rote Ampeln bis zum Gondelteich passieren. Ist man dann tatsächlich schneller mit Blaulicht und Martinshorn am Brandort?

Ein Großteil der Pyrmonter Bürger ist gegen den Standort, da der Gondelteich ein Juwel in der Stadt ist und dringend aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden müsste (siehe Emmerauenpark in Lügde), natürlich unter Einbehaltung der Parkplätze. Die Stadt lebt von Gästen und Touristen. In unmittelbarer Nähe befinden sich Schloss, Kurpark, Hallenwellenbad, Brunnenlauf etc. Warum kümmert sich die SPD nicht um ein solches Projekt, um die Stadt attraktiver für Touristen zu machen?

Da Bürger ein Demonstrationsrecht haben und die Standortgegner dieses mit einer Unterschriftenaktion belegen, ist es schwer auszuhalten, dass von ihnen gewählte Politiker sich herablassen, ebenfalls mit einer Unterschriftenaktion gegen die eigenen Bürger für den Standort aufzurufen, anstatt mit den Bürgern in Dialog zu treten. Und zudem sammele die SPD Stimmen an der Haustür. Ich bin entsetzt!

Ich frage mich, wie kann man die Panne den nächsten Generationen erklären? Die werden einst fragen: Wie konntet ihr das nur zulassen!



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