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Mitglieder der Europa-Union Hameln spendeten Kinderbücher

Ein großer Dank aus Slowenien

Hameln/Ljubljana (red). Völkerverständigung im wahrsten Sinne – das bieten die alljährlichen Studienreisen der Europa-Union Hameln. Die jüngste Tour, die unter anderem nach Slowenien führte, wird dabei auch bei den Gastgebern dauerhaft nachwirken. Denn nach dem Besuch der Deutschen Bibliothek in der Hauptstadt Ljubljana entstand bei der Reisegruppe die Idee, die nur sparsam bestückte Kinderbuchabteilung durch Sachspenden aufzustocken. Beim Adventsfrühstück des Kreisverbandes konnten die Gäste hochwertige deutsche Kinderbücher erwerben, um sie sogleich der Bibliothek zu spenden. So kam ein Paket mit 20 Büchern zusammen. Postwendend kam dem Leiter der Bibliothek, Brane Cop, ein überschwänglicher Brief zurück: „Vor lauter Rührung habe ich noch immer eine Gänsehaut. Was für ein Geschenk für unsere Mädels und Jungs! Sie sind fürwahr eine ganz besondere Schar. So eine Riesenfreude hatte ich schon lange nicht, und meine Leser werden ebenso dankbar sein.“ In der Bibliothek hatten die Hameln-Pyrmonter von Cop einen spannenden Vortrag über die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen in Slowenien gehört.

veröffentlicht am 10.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:21 Uhr

Ausgewählt wurden die Kinderklassiker für die Bibliothek in Ljub

Unterstützt wurde der Bibliothekschef durch den Leiter des dortigen Goethe-Instituts. Die deutsche Sprache erfreut sich in Slowenien einer großen Beliebtheit. Die Deutschkurse sind gut besucht und deutsche Fachliteratur sehr begehrt. Außerdem werden deutsche Tageszeitungen regelmäßig ausgelegt und gelesen. Die Reiseteilnehmer erfuhren aber auch, dass Kroaten und Slowenen ihren Streit noch nicht überwunden haben. Der Balkankonflikt und die kommende EU-Mitgliedschaft Kroatiens waren auch zentrales Thema beim Besuch der Deutschen Botschaft in Zagreb. Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal erinnerte Vorstandsmitglied Reinhard Burdinski an die europäischen Bürgerkriege des vergangenen Jahrhunderts und an die Friedensgemeinschaft, die Europa heute bilde. Tief betroffen war einer der Reiseteilnehmer, als er in den Gefallenenlisten des Friedhofs in Zagreb den Namen seines seit 1944 verschollenen Vaters fand.



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