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Videos der Teilnehmer findet ihr hier!

Ein fast intimer Wettbewerb

Rinteln. Deutsch-Rock, Punk-Rock, Chanson und harter Metal – der Musikwettbewerb „Made in Schaumburg“ brachte eine bewunderswert breite Palette von Musikstilen auf die Bühne im Brückentorsaal. Unter den neun Finalisten wählte die Jury rund um Musikproduzent Robert Pflug schließlich eine klassische, schon erstaunlich konzerterfahrene „Schüler“-Band mit ihren ansprechenden deutschen Songs zum Sieger: „Westpol.“ aus Obernkirchen.

veröffentlicht am 16.03.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:40 Uhr

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Reporterin zur Autorenseite

Das Finale des Contests fand im Brückentorsaal statt, konzipiert allerdings weniger als großes öffentliches Ereignis denn als fast intime Veranstaltung, bei der „profund studios“ aus Rinteln einen für die Teilnehmer spannenden Preis ausgeschrieben hatte: drei Tage bei Ton-Profi Robert Pflug im Studio – mit dem Ziel, eine Maxi-CD zu produzieren.

So bestand die Zuhörerschaft aus einem eher kleinen Kreis von Interessierten, was ein bisschen schade ist, hat doch die Musikszene aus Schaumburg und dem Extertal wirklich viel zu bieten.

Da war die mondäne Sängerin Miriam Bruns-Laroche, die mit ihren faszinierend-minimalistischen Chansons gut in einer dunklen Bar auftreten könnte; da waren die powervollen „Nachthimmel“-Punkrocker, deren übermütige Front-Frau Heike Linkert-Waidele den Saal sofort in gute Laune versetzte; und da waren die sechs gestandenen Musiker der Band „ILS Delta“ mit melodischen Blues und Soul und ganz hervorragendem Gitarrenspiel; und die „Restromantiker“ mit ihrem stimmungsvollen Indie-Rock.

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Sie alle wären ebenfalls gut für einen Platz unter den ersten drei bei „Made in Schaumburg“ gewesen, keine Frage. Einzig der 19-jährige „DJ Double-X“ hätte bei einer Publikumsabstimmung wohl keine Chance gehabt, nicht mangels Interesse, sondern weil er bereits fertiggestellte „Remixes“ mitbrachte, die er, ohne selbst live Musik zu machen, in einer Ein-Mann-Performance vorstellte. Das war einer dieser Punkte, bei der man als Gast des Contests eine durch das Programm führende, die unterschiedlichen Stilrichtungen verbindende Moderation vermissen konnte. Dieser Wettbewerb ist so anregend und sinnvoll, er sollte durch eine publikumsorientierte Inszenierung noch viel mehr Zuhörer heranziehen.

Auf Platz drei kam die Deutsch-Rock-Band „Vollversion“ aus dem Extertal, deren fetziger Song „Die letzte Runde“ großen Applaus bekam und glatt das Zeug hat, zu einem Hit zu werden. Wer weiß, vielleicht setzen sie dafür ja ihren Preis ein, einen Studiotag und die Aufnahme eines Titels.

Platz zwei erreichten die Bückeburger Jungs von „SundaysOut“, absolut verdient mit ihren ausdrucksstarken, durch Saxofon, Keyboard und auch Akustikgitarre begleiteten Songs, denen Hendrik Maß mit seiner schönen, ungewöhnlichen Stimme echte Eingängigkeit verleiht.

Die sympathische Siegerband „Westpol.“ wird ihren ersten Platz nutzen, um weiter aufzusteigen und noch mehr Fans zu gewinnen. Sie sind ja schon fast Profis mit ihren vielfältigen Konzerterfahrungen.

Ihrer ersten Maxi-CD können sie nun eine zweite Produktion hinzufügen, an der Seite von Robert Pflug, der ihnen dafür ganze drei Tage zur Verfügung stellt. Alle Teilnehmer von „Made in Schaumburg“ dürfen bei ihm einen Song produzieren, eine insgesamt sehr großzügige Fördermaßnahme für die Schaumburger Musikszene, bei der er von Sängerin Annette Pflug-Herdrich, zahlreichen Helfern sowie der Sparkasse Schaumburg und der Schaumburger Landschaft unterstützt wurde.

Hinweis: Bilder und Videos vom Wettbewerb gibt es im Internet unter szlz.de.

Sieger: „Westpol.“ aus Obernkirchen überzeugten die Jury.



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