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Bezirksausschuss wählt den Grünen Friedrich Vogt zum Vorsitzenden

Ein "Dorf-Vogt" für Kleinenbremen: Schule soll gestärkt werden

Kleinenbremen (ly). Mit Friedrich Vogt hat zum ersten Mal ein Bündnisgrüner den Vorsitz eines Portaner Bezirksausschusses. Im Ortsgremium für Kleinenbremen und Wülpke trat Vogt die Nachfolge von Rainer von Marcholewski (SPD) an.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 12:48 Uhr

Erster Gratulant: Rainer von Marcholewski (links) wünscht Friedr

Besser geht's nicht: Im Bezirksausschuss hat der 57-Jährige am Mittwochabend die Stimmen aller 13 Mitglieder und damit von vier Parteien bekommen. Weil Vogt einer kleineren Partei angehört, gilt das einstimmige Ergebnis als großer Vertrauensbeweis über politische Grenzen hinweg. Er war einziger Kandidat. "Nach hunderten von Jahren haben wir endlich wieder einen Dorf-Vogt", scherzte Dieter Lichte (SPD). Zuvor hatte Rainer von Marcholewski offiziell seinen Rücktritt erklärt. "Ich habe festgestellt, dass es mir zeitlich und gesundheitlich nicht mehr möglich ist, dieses Amt auszufüllen", sagte er. Der SPD-Mann arbeitet in Hannover und macht nach Feierabend bereits den recht zeitaufwändigen Job des SPD-Fraktionschefs im Portaner Rat. Nun will von Marcholewski kürzer treten, am Amt des Fraktionsvorsitzenden aber zunächst festhalten. Friedrich Vogt gehört seit 1984 den Grünen und dem Stadtrat an. Er ist außerdem Chef des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus. In einer Antrittsanrede nannte Vogt vor allem zwei Ziele. Erstens will er die "sicher noch steigerungsfähige Gemeinschaft im Dorf über alle Parteien, Vereine und Glaubensfragen hinweg stärken". Hintergrund: Gelegentlich entstehe der Eindruck, dass sich nicht alle Kleinenbremer ganz grün sind. Zweitens soll das Image derörtlichen Grundschule verbessert werden. Vogt hat "eine Negativ-Darstellung" beobachtet, "die nicht begründbar ist". Bereits die nächste Sitzung des Ortsgremiums soll daher in der Schule stattfinden, die sich übrigens auf Wettbewerb einstellen muss. Spätestens im kommenden Schuljahr nämlich fallen in Nordrhein-Westfalen die Grenzen der Schulbezirke, wodurch freie Grundschulwahl ermöglicht wird.

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