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Mit Liebe, Sorgfalt und Phantasie vorbereitet: 1111. Geburtstag als Fest der ganzen Dorfgemeinschaft

Ein Dorf feiert: "Aus Exten - und stolz darauf!"

Exten (ur). Als Fest der ganzen Dorfgemeinschaft hatten Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer und sein Team die Festlichkeiten zum 1111-jährigen Bestehen von Exten konzipiert - und man darf allen Beteiligten bescheinigen, dass dieses Vorhaben unbedingt gelungen ist.

veröffentlicht am 17.09.2007 um 00:00 Uhr

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Das begann schon mit dem strahlenden Wetter, das man andernorts als Lohn oder Strafe von Petrus hinnimmt: In Exten aber hatte man die Terminierung mit dem ortsansässigen Meteorologen Prof. Dr. Günter Groß abgestimmt - und dabei völlig richtig gelegen. So konnte denn das Kinderfest rund um Grundschule und Kindergarten bei allerschönstem Sonnenschein über die Bühne gehen - mit ungeheuer viel Liebe, Phantasie und Sorgfalt war es vorbereitet worden. Das Gleiche galt auch für die vom Anger aus überall im Dorf verteilten Stände der Extener Leistungsschau, in der heimisches Handwerk, Handel und Gewerbe eindrucksvoll bewiesen, das Exten ein wirklich großes Spektrum von Kundenwünschen aus sich selbst heraus bedienen kann. Feuerwehr und Schützen trugen mit Wettspielen und Aktionen ebenfalls zum Gelingen bei. Auch das "offizielle" bunte Treiben auf dem Anger konnte sich sehen lassen: Nach der zündend kurzen Eröffnung durch den Ortsbürgermeister gab es den ebenso liebenswürdigen wie dringlichen Appell von Horst Vöge vom Heimatverein, dass sich die wackeren Extener doch nicht nur als Schützen und Feuerwehrleute betätigen, sondern verstärkt auch im gemeinsamen Chorgesang ihrem Wunsch nach Geselligkeit Ausdruck verleihen sollten. Als zwar gebürtiger und gelernter Extener, durch Umzug in die Nachbarschaft aber auch mit kritischer Distanz ausgestatteter Redner beschäftigte sich Dieter Requardt anschließend in einiger Ausführlichkeit und diversen anekdotischen Anmerkungen mit den Charaktereigenschaften der Extener, durch die sie sich vom Rintelner oder Schaumburger unterscheiden. Anschließend präsentierten hübsche junge Leute im Disco-Look und phantasievoll aufgebrezelt von Haarkünstler Thomas Fricke und Team in einer Choreografie der Tanzschule Münnichow, dass aktuelle Trends längst kein Monopol der Metropolen mehr sind. Zuvor hatten sich die Teenager allerdings noch im ländlich-schlichten Sackleinen präsentiert, um so auch an die rustikale Vergangenheit Extens zu erinnern. Den Hauch der großen Geschichte ließ dann Dr. Friederike Kästing durch die mehr als elf Jahrhunderte der Existenz des Ortes wehen, wobei sie auch kritische Reflexionen zur Zukunft und einen mahnenden Appell zum Erhalt des Angers als dörflichem Mittelpunkt nicht ausließ. Die herzlichen Grüße der Stadt Rinteln zu überbringen, hatte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Nina Weißer auch im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft nicht nehmen lassen - und da für ein Grußwort des Landkreises gerade kein zuständiger Vertreter fassbar war, ließ sich der Schreiber dieser Zeilen als Moderator der Angershow kurzerhand per Akklamation zum Landrat eines neuen alten Kreises Grafschaft Schaumburg ernennen und entwarf eine kühne Vision mit Rinteln als Hauptstadt und Exten als wirtschaftlich prosperierendem Herzstück. Am Abend lockten die "Skyliners" das junge Volk aus der Umgebung scharenweise auf den Anger und der Sonntag gehörte den "Ureinwohnern" aller Altersklassen - mit Festgottesdienst und einem bunten Unterhaltungsprogramm mit Ortsrallye, Gulaschkanone, Kaffeetafel und Vereinsvorführungen.

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