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Peter Orloff erntet mit seinen Schwarzmeer-Kosaken viel Beifall

Ein Blick in die russische Seele

Bad Nenndorf (ede). Der von zahlreichen Fernsehauftritten und Schallplatten bekannte frühere Schlagersänger Peter Orloff hat ein rund zweistündiges Konzert in der Wandelhalle gegeben. Den rund 300 begeisterten Zuhörern gewährte er einen "Einblick in die russische Seele", wie er sagte. Orloff war mit dem weltberühmten Schwarzmeer-Kosaken-Chor gekommen - jenem Chor, in dem er bereits als 14-jähriger und damit als jüngster Sänger aller Kosakenchöre die Menschen mit russischem Liedgut erfreute.

veröffentlicht am 23.06.2007 um 00:00 Uhr

Zusammen mit seinen Schwarzmeer-Kosaken bringt Peter Orloff russ

Im Gepäck hat Peter Orloff Volksweisen, Balladen und russisch-orthodoxe Liturgie. Er beeindruckt als sympathischer musikalischer Leiter ebenso wie als stimmgewaltiger Bariton, der die früheren Schlager schnell vergessen lässt. Für rund 120 Minuten nehmen er und die Schwarzmeer-Kosaken die Zuhörer mit auf eine Reise quer durch das alte Russland und lassen in zumeist altslawischer oder russischer Sprache so bekannte Stücke wie "Die Wolgaschlepper", "Dir oh Herr singen wir" oder "Ich bete an die Macht der Liebe" erklingen - und dies bei höchster stimmlicher Qualität, bei der das leiseste Pianoebenso zu überzeugen vermochte wie das kräftigste Fortissimo. Ein Raunen geht durchs Publikum, als Tenor Iskander Touriare geradezu atemberaubend Schuberts "Ave Maria" zu Gehör bringt und wenig später dem berühmten und vielleicht bekanntesten russischen Stück "Eintönig klingt das Glöckchen" Tonhöhen abverlangt, die der Zuhörer kaum noch zu registrieren vermag. Diese zeigen sich entsprechend begeistert, honorieren jede Darbietung mit Beifall. "Das ist das Geschenk, das uns die Menschen machen", zeigt sich Orloff dankbar. Keine Spur von Starallüren. Er ist mit seinem Chor in ganz Europa zu Hause, Fotos zeigen ihn mit dem ehemaligen Sowjet-Führer Michail Gorbatschow oder Musiker Helmut Lotti. Bescheiden, gläubig und zutiefst dankbar gibt er sich darüber, dass er machen darf, was ihm wirklich Freude bereitet. Dass der russische Chorgesang in Deutschland so erfolgreich ist, wundert ihn schon ein wenig. Vielleicht ist es "das Mystische", das den Liedern anhafte und die Leute fasziniere. Er selber fühle sich in der Musik tief verwurzelt. Trotz der rund 200 Auftritte, die das Ensemble im Jahr bestreitet, sieht er immer noch in jeder Darbietung das Besondere. "Jedes Konzert ist ein Ereignis für sich", sagt Orloff. Und in jedem Saal, so ergänzte er, säßen Menschen, die den Anspruch hätten, den besten Auftritt zu erleben. Das motiviere ihn Tag für Tag, bekennt er.



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