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Über 60 Zuhörer: Bückeburger Frank Suchland begeistert bei seinem ersten Auftritt im Auetal

Ein bisschen Mord gemischt mit viel Humor

Rehren (la). Beliebt und bekannt ist der Rezitator Frank Suchland weitüber die Grenzen des Schaumburger Landes hinaus. Im Auetal war der Bückeburger bislang aber noch nie aufgetreten. Bis er jetzt eine Einladung des Auetaler Kulturvereins in die "Alte Molkerei" erhielt. "Darf's ein bisschen Mord sein?", fragte das poetische Multitalent am Sonnabend, und über 60 Zuhörer im Spiegelsaal stimmten diesem Ansinnen begeistert zu.

veröffentlicht am 26.02.2007 um 00:00 Uhr

Facettenreiche Gestik: Frank Suchlandüberzeugte als charmanter R

Musikalisch begleitet von Tastenkünstler Stephan Winkelhake, der mit Stücken aus der Krimiszene stets für die richtige Dramaturgie sorgte, erzählte der charmante Rezitator mit großem stimmlichen Einsatz und facettenreicher Gestik spannende Kriminalgeschichten, die immer auch eine gehörige Portion Humor enthielten. So zitterten die Zuhörer im Spiegelsaal mit einer Gattenmörderin mit, die die Tatwaffe - ein Brotmesser - in dem frisch gebackenen Brotlaib versteckt hatte, von dem schließlich die ermittelnde Kriminalbeamtin kosten wollte. Sie erlebten, wie ein Ehemann die ehemaligen "Lover" seiner Frau mit Hilfe von "Spezialpralinen" beseitigte - und lernten dabei, dass nicht alle Familienrezepte harmlos und gesund sind. "Nein, richtig gruseln sollen sich meine Zuhörer nicht", stellte Suchland fest. "Etwas makaberer Humor und Hintersinnigkeit gehören zu jeder der Geschichten, die ich lese." Insgesamt sechs Geschichten hat Suchland an diesem Abend zum Besten gegeben und die Zuhörer damit total begeistert. "Ein absolut gelungener Abend", freute sich auch der Vorsitzende des Kulturvereins, Thomas Priemer. Mit über 60 Zuhörern war der durch Schummerlicht gedämpfte Spiegelsaal rappelvoll. An den Wänden konnten die Gäste einige Bilder bestaunen, die die Mitglieder des Malkreises des Kulturvereins eigens für die Veranstaltung gemalt hatten.

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