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Jugendring: Gabriele Franz bleibt kommissarisch Geschäftsführerin / Noch keine Nachfolgelösung

Ein Abschied - und dann doch keiner?

Obernkirchen (sig). Gabriele Franz war und ist noch immer eine Instanz in Sachen Jugendarbeit in der Bergstadt. Im Jugendring kann man sich ihr Fehlen eigentlich gar nicht vorstellen. "Gefühlte 20 Jahre war sie dabei", erklärte Wolfgang Breitner, Mitglied des Führungsteams. Jetzt wollte die "Leitwölfin" bei der Jahreshauptversammlung im Jugendzentrum endgültig Schluss machen. Aber weit und breit zeichnete sich noch keine Nachfolgelösung ab - also macht sie als kommissarische Geschäftsführerin weiter, bis diese Position wieder besetzt werden kann.

veröffentlicht am 22.03.2007 um 00:00 Uhr

Aus berufenem Munde gibt es viel Lob für Gabriele Franz (l.): Fa

"Wir werden in den nächsten Wochen konzentriert suchen", ließ Stadtjugendpfleger Erhard Vinke verlauten. Aber ganz so viel Hoffnung schwang dabei noch nicht in seiner Stimme mit. Es ist die alte Crux, dass junge und möglicherweise geeignete Kandidaten wegen beruflicher Ausbildung oder Studium nicht zur Verfügung stehen. Oder es fehlt im heimischen Raum der geeignete Job, um sie hier halten zu können. Erfreulich ist dagegen die Tatsache, dass es bei den restlichen Mitgliedern des eingearbeiteten Führungsgremiums in naher Zukunft noch keine Auswechslungen gibt. Marie-Luise Hesse, Jan Heumann, Florian Freund, Maria Cirigliano und Wolfgang Breitner machen weiter, ebenso der Schatzmeister Sebastian Franz. Wer von diesem Sextett die Funktion des Sprechersübernimmt, bestimmt das Team selbst. Zurzeit ist es noch Sebastian Franz. Die Vollversammlung stand anfangs ganz im Zeichen des - nun doch noch hinausgeschobenen - Abschieds der Geschäftsführerin. "Sie hat die Jugendarbeit gelebt und immer wieder dafür gesorgt, dass aktuelle jugendpolitische Themen auf die Tagesordnung kamen, und sie war mit ihren Fachwissen stets auf der Höhe der Zeit", lobte Wolfgang Breitner. Die Vorsitzende des Ratsausschusses für Jugend, Soziales und Sport, Beate Krantz, wies in ihrer Laudatio darauf hin, dass Gabriele Franz bereits 1987 in die Jugendarbeit des Naturschutzbundes eingebunden gewesen sei. In der Folgezeit wurde sie in das Führungsgremium des Obernkirchener Jugendringes gewählt. Vor vierzehn Jahren hattesie zum ersten Male die Aufgaben der Geschäftsführung übernommen. Gabriele Franz habe sowohl in dieser Funktion als auch als Ratsmitglied zahlreiche Schwerpunkte in der Jugendarbeit gesetzt. Sehr erfolgreich sei die Zusammenarbeit mit den Obernkirchener Schulen, mit dem Kreisjugend- und dem Landesjugendring, ergänzte Beate Krantz. Die Mutter von drei Söhnen habe auch die Kooperation mit der Schaumburger Initiative für Arbeitslosigkeit in Gang gesetzt und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen (unter anderem Kindertheater, Open-Air-Kino und Musikveranstaltungen) ins Leben gerufen. Nicht zu vergessen seien die Ferienspaßaktionen, das Kükenfest und die Ausweitung des Angebotes für Kinder im Jugendzentrum. Verdientermaßen gab es danach Blumen und Präsente. Ein Beweis für ihr Verantwortungsbewusstsein ist die Tatsache, dass die so vielfach Geehrte bereit ist, die Zeit bis zur Neuwahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin zu überbrücken. "Es geht nicht ohne Geschäftsführung; diese Position ist für den Fortbestand des Jugendringes überlebenswichtig", kommentierte Erhard Vinke diese Entscheidung.



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