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Frühlingssonne vergoldet das Flanieren / Gäste nicht nur aus Schaumburg

Eilser Bauernmarkt präsentiert sich als ein Magnet für Tausende

Bad Eilsen (sig). Er ist etwas Besonderes - der Sonntagsspaziergang beim Eilser Bauernmarkt. Das Angebot ist im Laufe der Jahre immer größer r geworden. Gäste kommen nicht nur aus dem Schaumburger Land, wie die Kennzeichen auf den voll besetzten Parkplätzen beweisen. Wieder waren es Tausende, aber zählen konnte sie niemand.

veröffentlicht am 20.05.2008 um 00:00 Uhr

Neben dem Ahnser Spielmannszug bemüht sich dieser Drehorgelspiel

Erfreulich, dass auch Petrus der organisatorischen Leistung von Elke Dralle und ihrem Team am Sonntag seinen Respekt zollte und gerade noch rechtzeitig die Wolkendecke aufreißen ließ. Längst ist der Rahmen eines einfachen Bauernmarktes mit ausschließlich ländlichen Produkten gesprengt. Hinzugekommen sind Erzeugnisse aus den Bereichen Dekoration, Textilien, Schmuck, Spielzeug, Gesundheit und Hauspflege. Zu den Rennern bei den Feldfrüchten gehörten Nienburger Spargel und Erdbeeren. Sie kamen allerdings aus dem süddeutschen Raum. Im kühleren Norden tragen die Felder noch Blüten. Der Mai ist der Höhepunkt der Pflanzsaison. Deshalb gab es viele Gemüse- und Gewürzpflanzen. Wer keinen Garten hat, kann seine veredelten Tomaten und Schlangengurken auf dem Balkon ernten. Groß war die Auswahl auch an Frühblühern. Natürlich gehören Marmeladen, Gelees und andere fruchtige Brotaufstriche zum Angebot eines Bauernmarktes. Jüngste Kreation: ein Gelee aus Cranberry und Äpfeln. Die Cranberry ist eine kanadische Moosbeere, artverwandt mit der deutschen Preiselbeere und sehr bekömmlich für Magen und Darm. In deutschen Küchen längst angekommen ist die aus Südamerika stammende Ingwerwurzel. Für den gesunden Brotaufstrich gibt es Kombinationen mit Mangofrüchten oder mit Kürbis und Bananen. Heißes Wasser mit Honig und Ingwerscheiben soll zum echten Jungbrunnen werden, prophezeite Marmeladenhersteller Holger Kalienke. Viele Besucher stoppten an einem neuen Stand, der Dufthölzer anbot. Das sind Kugeln aus Weichholz, die ein verführerisches Aroma entfalten. Hier gab es nicht nur Lavendel, Limone, Sandelholz, Zitrone und Wildkirsche, sondern auch Opium und Patchouki, ein bei uns noch unbekannter indischer Duft. Die Kinder durften sichüber Didi Ostermeiers Spielkiste freuen und ebenso über einen kleinen Streichelzoo des Rassekaninchenzuchtvereins aus Lindhorst. Dazu zeigten die Obernkirchener Rassegeflügelzüchter Zwerghühner, Tauben und Zierenten. Sie veranstalteten zudem ein Quiz, bei dem Freikarten für das Rastiland, für den Zoo Hannover und für ein Kindertheater zu gewinnen waren. Zu dem umfangreichen kulinarischen Angebot trugen der TSV Bad Eilsen, die Schützen, die Kirchengemeinde und eine freie Gruppe um Wilma Kolbe mit einem Kuchen- und Tortenbüfett bei. Ein Teil des Erlöses ist für das Kinderhospiz "Löwenherz" bestimmt.

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